Schwarzbacherin mit First Kiss gut dabei

Europameisterschaftsluft hat Alina Schneider geschnuppert. Durch ihren "Ersten Kuss" lohnte sich für die Reiterin die weite Fahrt in die Niederlande.

Schwarzbach.

Eine Woche schulfrei und gute Resultate: Herz, was willst du mehr? Das der 17-jährigen Alina Schneider sicher nichts. Denn die Schwarzbacherin durfte im Rahmenprogramm der U-25-EM reiten. Mit ihrer Stute First Kiss war sie weitgehend zufrieden.

Rund 650 Kilometer waren es bis ins Dorf Exloo in der niederländischen Provinz Drenthe. "Wir sind aber nicht durchgefahren, sondern hatten in Thüringen bei bekannten einen Zwischenstopp. Alle haben die Reise ganz gut verkraftet", sagt die 17-Jährige, die mit Mama und Papa die Trainer, Betreuer und Eltern gleichermaßen an ihrer Seite hatte. Und natürlich First Kiss, ein siebenjähriges Deutsches Sportpferd. Die Fuchsstute und ihre Reiterin waren in den Prüfungen der Junioren die einzigen deutschen Vertreter unter neun Teilnehmern aus fünf Ländern. Alle drei Wettbewerbe im Dressurviereck wurden von einer Niederländerin und einer Spanierin beherrscht, dahinter ging es aber sehr eng zu. Am ersten Tag war die internationale Mannschaftsaufgabe der Junioren zu reiten. Sachsens amtierende Vizemeisterin zeigte eine ordentliche Vorstellung. Sie erhielt zwar vom Briten die wenigsten Punkte, er rangierte sie aber als Zweite ein. Mit den Wertungen der anderen Richter aus Deutschland und Luxemburg kam Alina Schneider auf 70,707 Prozent und damit auf Rang 4. Am zweiten Tag wurde die Aufgabe geritten, in der zur Europameisterschaft die Einzelentscheidung fällt. Wieder konnte die Erzgebirgerin die Juroren aus Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien überzeugen. Sie erhielt zwar nur 69,608 Prozent, war aber als Dritte einen Platz besser als am Vortag. Zum Abschluss stand eine Kür an. Dabei dürfen die Reiter die Abfolge der vorgegebenen Lektionen bestimmen und die Musik dazu selbst wählen. Fünf Richter bewerteten das Gesamtpaket. In dieser Runde reichte die Schwarzbacherin mit ihren 69,250 Prozent nicht ganz an die ersten Prüfungen heran: Platz 5.

"Vieles hat geklappt, aber es gibt Luft nach oben. First Kiss fehlen in manchen Situationen aber noch Ruhe und Abgeklärtheit", urteilt die Gymnasialschülerin. Als Zuschauerin der Europameisterschaftsentscheidungen konnten sie und ihre Eltern aber viel fürs weitere Training aufsaugen. Vielleicht wirkt sich das schon aus, wenn es vom 7. bis 9. September zur deutschen Meisterschaft nach München geht. Alina Schneider ist mit ihrem Ersten Kuss guter Dinge. (mit khla)

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