Schwimmern gelingt guter Auftakt ins neue Wettkampfjahr

215 Athleten haben am Samstag in der Auer Halle beim Schwimmfest der Bergstadt Schneeberg fast 940 Starts vollzogen.

Aue.

Zum Auftakt der neuen Saison haben die einheimischen Schwimmer einen achtstündigen Mammutwettkampf absolviert. Das Schwimmfest der Bergstadt Schneeberg führte insgesamt 215 Athleten zusammen, die insgesamt knapp 940 Starts vollzogen.

Die Veranstalter vom SV Schneeberg (SVS) schickten 36 Schwimmer auf den Startblock. "Es gab auch bei uns vier krankheitsbedingte Absagen", so Trainerin Corinna Rößler, die mit den Ergebnissen ihrer Schützlinge ganz zu frieden war. "Es lief so, wie ich es erwartet habe. Bei den größeren, älteren Schwimmern gab es im Vergleich zu anderen Wettkämpfen deutlich weniger Verbesserungen", so die Trainerin. Das habe natürlich hauptsächlich etwas mit dem Zeitpunkt des Schwimmfestes zu tun. "Wir hatten vor diesem Wettkampf nur zweimal Training nach der Weihnachtspause. Unser Wettkampf ist für viele der Auftakt ins neue Wettkampfjahr", so Rößler, die aber bei den ganz Kleinen einige Überraschungen erlebte.

Zudem hätten fünf ihrer Schützlinge ihre Wettkampfpremiere auf diesem Niveau erlebt. "Sie sind zwar schon bei kleineren Wettbewerben angetreten. Aber sie hatten noch keinen Wettkampf, der nach den Regeln des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) ausgetragen wurde", erläutert Rößler. Die Aufregung unter den Jüngsten war enorm. "Ben Güßmann wäre da besonders hervorzuheben. Der Achtjährige hat mich von den Zeiten her am meisten begeistert. Trotz seiner spürbaren Aufregung ist er die richtig guten Zeiten geschwommen", freut sich die Trainerin. Insgesamt haben die Sportler des SVS 63 Medaillen geholt, davon 16-mal Gold, 22-mal Silber und 25-mal Bronze.

In den großen Lagenstaffeln zum Abschluss des achtstündigen Wettkampftages sind vom SVS gleich drei Teams ins Rennen gegangen. "Unsere erste Mannschaft, die mit den leistungsstärksten und ältesten Sportlern besetzt war, hat den dritten Platz erreicht." Nur das Team des Chemnitzer Polizeisportvereins und die Schwimmer aus Plauen waren schneller als die Gastgeber. "Auch unsere zweite Staffel konnte mit der Konkurrenz mithalten. Bei allen drei Mannschaften war zu sehen, dass die Aktiven ihr Bestes gegeben haben", sagt Rößler.

Stark vertreten waren auch die Wassersportler des FC Erzgebirge Aue. 30 Aktive und insgesamt 93 Starts sprechen für sich. Insgesamt konnte der FCE 40 Medaillen, davon elfmal Gold, 14-mal Silber und 15-mal Bronze holen. "Unser erfolgreichster Starter war Arne Degenkolb, der sich bei vier Starts vier Goldmedaillen sicherte", sagt FCE-Trainer und sportlicher Leiter Philipp Epperlein und ergänzt: "Dabei konnte er sich über 50m Freistil mit einer fabelhaften Zeit von 0:26,53 s auf Platz 2 der ewigen Bestenliste unseres Vereins schieben."

Valentin Conrad holte ebenfalls vier Medaillen: Gold gab es für ihn über die beiden Brustrecken (50 m und 100 m). Silber erkämpfte Conrad über die 100 m Rücken und Bronze über die 50 m Freistil. Epperlein lobt: "Unsere Sportler konnten an die guten Leistungen vor Weihnachten anknüpfen oder sie mit 55 neuen Bestzeiten sogar unterbieten. Das ist in der aktuellen Trainingsphase gar nicht so einfach."


"Wir wollen kein Leistungszentrum werden. Jeder soll sich im Verein wohlfühlen."

Steffen Ladewig ist beim SVS Trainer. Katja Lippmann-Wagner hat mit ihm über die Entwicklung der seit zwei Jahren getrennten Vereine gesprochen.

Wie sind Sie mit der Entwicklung zufrieden?

Es gibt aus meiner Sicht nichts Negatives. Es gibt auch nach wie vor noch ein gutes Verhältnis zu Aue. Wir haben uns getrennt, um uns weiterzuentwickeln. Unser Konzept ist, mit unseren Schwimmern Erfolge zu erzielen. Wir wollen aber nicht in den Leistungsbereich, kein Leistungszentrum werden. Die breite Masse wollen wir erreichen. Jeder soll sich im Verein geborgen fühlen und keinen Druck von oben bekommen.

Welches Einzugsgebiet haben Sie?

Das ist sehr, sehr weitläufig. Unsere Schwimmer kommen unter anderem aus Geyer, Aue, Schwarzenberg und Schneeberg.

Wie haben sich die Zahlen im Verein entwickelt?

Aktuell haben wir zirka 140 Aktive ab einem Alter von sechs Jahren, die von etwa 15 Trainern betreut werden. Die Tendenz ist steigend. Angefangen haben wir mit 120 Schwimmern. Es gibt eine Gruppe von Wettkampfschwimmern, aber auch eine allgemeine Gruppe. Dreimal in der Woche bieten wir Training in der Halle der Polizeifachschule in Wolfgangmaßen an: Montags, dienstags und freitags jeweils 90 Minuten.

Sind damit die Kapazitäten erschöpft?

Nein, ganz im Gegenteil. Wir sind froh über jede Neuanmeldung. Nach oben geht immer noch etwas. Unsere Trainingshalle gibt das auch her. Wir können dort alle Bahnen nutzen, müssen uns nicht einschränken.

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