Seiffener Kufen-Kids strahlen bei Open-Air-Premiere

Auf dem Eis der Sportwelt Preußler konnten deutsche und tschechische Kinder dem Puck unter freiem Himmel nachjagen. Für zwei Seiffener Lokalmatodore lief dabei alles glatt.

Seiffen.

"Die haben auf dem Eis gelegen und gejubelt, als hätten sie die Champions League gewonnen", kommentierte Frank Preußler die letzten Szenen des U-11-Eishocketurniers, das am Sonntag auf der von ihm betriebenen Anlage in Seiffen über die Bühne ging. Im Rahmen der vom Kreissportbund Erzgebirge erstmalig ausgetragenen "Ore Mountain Winter Games" kamen fünf Nachwuchsteams zusammen, um unter freiem Himmel im Modus Jeder gegen Jeden ihren Besten zu ermitteln. Knapp 200 Zuschauer versammelten sich und feuerten vor allem das Team der Spielgemeinschaft Seiffen/Litvinov an. Die Unterstützung wirkte, denn die Mannschaft machte dank eines 4:1-Erfolges nach Penalty-Schießen den Turniersieg gegen den HC Most klar. Der ETC Crimmitschau belegte Rang 3. Die Plätze 4 und 5 gingen an den SK Kadan und die Young Crashers aus Chemnitz.

Frank Preußler sprach von einer gelungenen Premierenveranstaltung. Von Trainern, Spielern und Eltern sei die Resonanz positiv gewesen und zusammen mit dem Kreissportbund werde bereits über eine Wiederholung im Jahr 2021 diskutiert. "Vor allem bin ich froh, dass wir den Kindern dieses Erlebnis bieten konnten . Alle waren ziemlich aufgeregt," so Preußler. Nach den wenig eisigen Temperaturen bisher habe das Wetter am Wochenende super mitgespielt und so das bisher beste Eislaufwochenende der Saison ermöglicht. Zahlreiche Besucher hätten die Chance wahrgenommen, sich nach der Siegerehrung noch selbst auf der Eisfläche auszuprobieren. Über das Stadium des Probierens sind die Seiffener Tom Heydenreich und Nelltje Maiwald bereits hinaus. Beiden waren für ihren Heimatort auf Kufen unterwegs und hatten ihre Teamkollegen des HC Litvinov gleich mit über den Erzgebirgskamm geholt. Der Vater des neunjährigen Neelte, Konrad Maiwald, erklärte: "Die Jungs sind seit knapp drei Jahren dabei. Eltern und Großeltern wechseln sich ab, um die beiden vier bis fünfmal die Woche zum Training nach Litvinov zu bringen." Dort seien die Jungs sofort akzeptiert worden, und in einem Mix aus Deutsch, Tschechisch und Englisch werde sich mit Mannschaftskameraden und Trainern ausgetauscht. "Viele der Coaches arbeiten dort unter Profibedingungen. Die tschechischen Kinder trainieren meist am Morgen, gehen dann zur Schule und danach geht es erneut aufs Eis", so der 38-Jährige.

Maiwald verglich die Professionalität des Litvinover Eishockey-Zentrums mit der der Fußballvereine von Dynamo Dresden, RB Leipzig oder Aue. Und dennoch hätte auch die Gäste aus Tschechien in Seiffen große Augen gemacht: "Solche Classic-Games in der Natur sind halt etwas ganz anderes als Eishockey in der Halle", sagte Maiwald. Die Licht- und Sichtverhältnisse würden ständig wechseln. So war auch am Sonntag von aufziehendem Nebel bis zum Sonnenschein alles dabei. "Zum Schluss hat zwar die Eisqualität etwas nachgelassen. Aber dennoch ein großes Lob an die Veranstalter. Nelltje und seinen Kumpels hat es super gefallen."


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