Sieg als gutes Omen für Senioren-EM

Gleich zwei Trophäen hat sich Brigitte Burchardt in Seiffen gesichert. Beim Turnier um den "Pokal des Handwerks" war die Schach-Spielerin aus Berlin eine Klasse für sich.

Seiffen.

Mit sechs Punkten aus sieben Partien hat Brigitte Burchardt die beste Bilanz unter 80 Teilnehmern erreicht. Beim 50. Schach-Turnier um den Pokal des Handwerks in Seiffen ließ die Berlinerin nichts anbrennen. "Voriges Jahr war dieses Turnier für mich eine gute Vorbereitung für die Europameisterschaft der Senioren in Norwegen, die ich mit dem Titel krönen konnte", erzählt die Siegerin, die nun Ähnliches vollbringen will. Der Erfolg im Spielzeugdorf sei "hoffentlich ein gutes Omen" für die Senioren-EM im April in Griechenland.

Im Vorjahr war Brigitte Burchardt erstmals in Seiffen erstmals in Seiffen an den Start gegangen. Damals hatte sie als beste Frau Bronze in der Gesamtwertung gewonnen. Von der familiären Atmosphäre bei diesem Turnier sei sie so beeindruckt gewesen, dass sie unbedingt wiederkommen wollte. "Das stand in meiner Planung ganz oben", hatte die ehemalige DDR-Nationalspielerin schon 2018 betont. Nun hat sich die Rückkehr gelohnt.

Auf Rang 2 landete Ralf Schnabel von der SG Nickelhütte Aue ein. Rang 3 ging an Stephan Schliebener aus Berlin Weißensee, der als Titelverteidiger angetreten war. Den undankbaren, aber dennoch beachtlichen Rang 4 belegte Thomas Radtke vom TV Freiberg.

Aus lokaler Sicht ist der siebente Rang von Diana Stockdreher hervorzuheben. Die 40-jährige von der gastgebenden HSV Eintracht platzierte sich damit direkt hinter Madlen Ramm. Diese spielt zwar inzwischen für den SC Schwarzenbach im Saarland, hat aber in Seiffen das Schachspielen erlernt. Einige andere Lokalvertreter mussten kurzfristig absagen. Auch der 84-jährige Eintracht-Spieler Bohuslav Korinek reiste krankheitsbedingt vorzeitig in seine Heimatstadt Most.

Hinter Brigitte Burchardt wurde in der Frauenwertung Katrin Dämering aus Markleeberg Zweite vor Ursula Hielscher aus Kiel. Letztere gewann in der Kategorie mit einer Wertzahl von unter 1800. Dahinter folgten Frank Fiedler aus Mügeln und der Freiberger Kay Schäfer.

An Organisator Helmut Franke gingen die fünf Spieltage nicht spurlos vorbei. "Ein wenig kaputt ist man danach schon. Doch ich denke, es sind alle Teilnehmer zufrieden und glücklich nach Hause gefahren", so der Seiffener. Dazu beigetragen hat das Rahmenprogramm, bei dem die besten Skatspieler, Kegler und Blitzschachspieler ermittelt wurden. Die Turnierteilnehmer besuchten zudem das Spielzeugmuseum und die Schach-Ausstellung. Zur Erinnerung gab es ein Souvenir in Form eines Räucherkerzchens. Für Franke blieb übrigens wenig Zeit zum Erholen, denn er war am Sonntag mit der Eintracht schon wieder in der Bezirksliga im Einsatz.

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