Silberlandhalle bleibt vorerst leer

Die Handballer aus Annaberg-Buchholz treten am Wochenende nicht an. Das haben die Mannschaften für sich selbst entschieden.

Annaberg-Buchholz.

Wer diesen Sonnabend zum Handball in die Silberlandhalle pilgert, wird vor verschlossenen Türen stehen. "Wir haben unsere Begegnungen abgesagt", erklärt der Präsident des Handball-Clubs Annaberg-Buchholz, Felix Schneider. Wie überall ist die aktuelle Lage schuld.

"Obwohl die Anordnung erst ab kommenden Montag gilt, haben wir uns für diesen Schritt entschieden. Es gibt in diesen Tagen Wichtigeres als Handball", so Schneider, dessen HCAB damit selbst die Reißleine zieht. Der Handball-Verband Sachsen hat es nämlich allen freigestellt, ob sie auflaufen oder nicht - und den Spieltag nicht gleich gänzlich abgesagt. In einem Schreiben an die Vereine und Schiedsrichter wird allerdings explizit betont, dass niemand gezwungen wird, am Wochenende auf der Platte zu stehen. "Die getroffenen Maßnahmen sollen vielmehr ein Kompromiss für die unterschiedlichen Situationen in den verschiedenen Regionen Sachsens sein", heißt es auf der Verbandsseite.

Die Annaberger haben für sich entscheiden, das Ballnetz ruhen zu lassen. "Wir setzen schon seit zwei Wochen mit dem Training aus, wollen nichts riskieren", betont Felix Schneider. Es gebe mehrere Aktive, die in systemrelevanten Berufen arbeiten. Schon deshalb hätten einige Spielerinnen und Spieler aus Eigenverantwortung mitgeteilt, dass sie derzeit keinesfalls spielen werden. "Es sind ja nicht nur die Begegnungen während der Punktspiele, sondern auch die Kontakte in der Kabine oder bei den Fahrten im Bus, die sich nicht vermeiden lassen und Risiken bergen", betont Schneider. Dennoch sei es wie wohl in jeder Sportart: "Einige wollen und einige wollen nicht."

Letztlich ist in der Kreisstadt die Entscheidung gegen die Spiele gefallen. Die Männer, die aktuell in der Bezirksklasse auf Tabellenrang 6 liegen, bislang allerdings nur zwei Spiele bestritten und beide gewonnen haben, tragen das Erzgebirgsderby gegen Rotation Borstendorf am Sonnabend ebenso wenig aus wie die Frauen ihre Partie in der Mittelsachsenliga gegen Raschau-Beierfeld II.

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