Speedhill fordert Fahrer und Maschinen

Die Motorsportler haben in Geyer mächtig Staub aufgewirbelt. Doch dies gehört zu ihrer Art der Veranstaltung dazu.

Geyer.

Action pur. Auf der Abfahrtsstrecke an der Walthershöhe ging es steil bergauf - und dabei wurde richtig Dreck aufgewirbelt, lag Benzingeruch in der Luft. Die mittlerweile 12. Auflage der offenen Ortsmeisterschaft im Speedhill stand auf dem Programm. Auf zwei und vier Rädern wurde spannender Motorsport geboten. Die Abteilung Motorsport/Skijöring im TSV Geyer hatte wieder ein super Spektakel auf die Beine gestellt.

91 Sportler aus dem Erzgebirge und darüber hinaus waren an den Start gegangen. Eine sehr gute Beteiligung, betonte Organisationschef Peter Groß und verwies auf mehrere hundert Zuschauer an der Strecke sowie auf rund fünf Dutzend Helfer, die von der Versorgung bis hin zur Streckensicherung das Treiben im Griff hatten. Besonderen Wert legen die Bingestädter auf den breitensportlichen Charakter ihrer Veranstaltung. "Wir haben zum Beispiel eine starke Nachwuchstruppe. Die Kinder haben viel Spaß dabei und fliegen im Gegensatz zu den Erwachsenenklassen durch das K.o.-System auch nicht aus der Wertung", erklärte Groß. Eric Köhler gehört zu diesen motorsportbegeisterten Jungs. Der Zwölfjährige hat schon mit seinem siebten Lebensjahr damit angefangen. Dabei fällt der Apfel - wie so oft - nicht weit vom Stamm. Dazu gekommen ist er durch seinen Vater. "Ich bin früher auch gefahren, hab es mal mit dem Quad und mal mit dem Motorrad probiert", so Ronny Köhler. Das Yamaha-Quad mit 250 Kubik und 21 PS hat Eric im wahrsten Sinne des Wortes gut im Griff. Trotzdem gehört bei Eric ein wenig Aufregung vor den Rennen dazu. Und natürlich hat der Sechstklässler, der sich ebenso dem Wintersport verschrieben hat, auch Tipps dafür parat, wie die rund 300 Meter lange Steigung an der Walthershöhe erfolgreich überwunden werden kann. "Du brauchst Schwung, Gefühl und musst dein Gewicht nach vorne verlagern", erklärt der Junge wie ein alter Haase.

Die spannenden Wettkämpfe kamen bei den Besuchern richtig gut an, so auch bei Jens Glatz. "Es ist immer irgendwie spektakulär. Es wäre Quatsch, eine solche Veranstaltung zu verpassen, wenn sie fast vor der Haustür stattfindet", so der Thumer. Der 54-Jährige ist selbst jahrelang Trial gefahren und lobt die gute Organisation der Sause in Geyer. "Und dass es hier keinen Eintritt kostet, das finde ich ganz vorbildlich", so Glatz.

Der Sieger bei den Amateuren auf Zweirädern hieß Adrian Bergmann aus Stützerbach. Unter den Sportfahrern hatte Andy Pitsch aus Ehrenfriedersdorf die Nase vorn, bei den Quadfahrern siegte Michael Kunath aus Aue.

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