Spitzenspiel bringt Niederlage

Die Siegesserie der Annaberger Handballerinnen ist nach einem 21:22 vorbei. Doch HCAB-Trainer Jan Strasdat ist trotzdem stolz auf das Bezirksklasseteam.

Annaberg-Buchholz.

Normalerweise sitzen Jan und Anja Strasdat als Trainerduo gemeinsam auf der Bank, wenn der Handballclub Annaberg seine Spiele in der Frauenbezirksklasse bestreitet. Doch im jüngsten Auftritt des Teams am Samstag vor heimischer Kulisse waren einige Dinge anders: Die Handballerinnen gewannen nicht - fünfmal war ihnen das bis dahin dieser Saison gelungen. Doch im Spitzenspiel mit Rotation Weißenborn II fand diese Serie ein Ende. Die Weißenbornerinnen brachten den Gastgeberinnen mit 22:21 (15:7) die erste Niederlage bei. Außerdem musste Anja Strasdat ihren Mann kurz allein lassen, denn sie wurde auf dem Feld gebraucht, um den kurzfristig zusammengeschrumpften Kader mit zusätzlichen Kräften über Wasser zu halten. Am Ende steuerte sie ein Tor bei. "Nach den Absagen von Lucie Parthova und Melanie Bartl musste auch unsere zentrale Figur im Spielaufbau, Tina Koch, krankheitsbedingt die Partie absagen", erklärte Jan Strasdat.

Es dauerte über drei Minuten bis das erste Tor fiel. Die Gäste gingen in Führung, doch mit einem schönen Distanzwurf sorgte Lisa Strasdat für einen gute Antwort der Annabergerinnen. Mit Ruhe wurde beim HCAB aufgebaut, die Chance zum offenen Wurf aus guter Position gesucht. Vielleich auch etwas zu ruhig, denn die Weißenbornerinnen drehten immer mehr auf. Da die Weihnachtszeit noch Wochen entfernt liegt, war die Besinnlichkeit des Heimteams fehl am Platze und es geriet unter Druck. Annaberg lag 5:8 hinten, die Gäste nahmen eine Auszeit. In der tönte das Lied "I just can´ t get enough" von Depeche Mode durch die Musikanlage der Silberlandhalle. Dass er nicht genug Tore von seiner Mannschaft bekommen hatte, mag sicherlich auch ein Gedanke des HCAB-Trainers zur Halbzeit gewesen sein. Doch die Analyse zur Pause sei trotz des Rückstandes ruhig und sehr sachlich ausgefallen. "Weiter kämpfen, bewegen und nie aufgeben, habe ich als Devise für die 2. Hälfte ausgegeben", so Jan Strasdat. Die Lücken in der Abwehr sollten geschlossen und die Geschwindigkeit im Angriff erhöht werden.

Der Coach: "Wir haben zum Schluss bewiesen, was mit toller Moral, Einsatz und Willen alles möglich ist." Denn spätestens nach dem 14:18-Treffer von Linksaußen Alina Burkhardt merkte man den Gästen die Verunsicherung immer mehr an. Als Tagestorschützenbeste Sarah Neubert zum 18:18-Ausgleich traf standen die Halle förmlich Kopf. Bis zum 21:21 nach 59 Minuten schien der fast schon für unmöglich geglaubte Punktgewinn zum Greifen nahe, doch Weißenborn schlug zehn Sekunden vor Ende zu und traf zum 21:22-Endstand. "Es ist einfach nur schade, dass Kampf und Einsatz nicht belohnt wurden", sagte Trainer Strasdat dennoch stolz.

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