Sprung auf Platz 1 krönt Rekordjahr

2019 hat keine Mannschaft der Fußball-Landesklasse West so viele Punkte gesammelt wie der FSV Motor Marienberg. Dies spiegelt sich dank des Sieges im Gipfeltreffen nun auch in der Tabelle wider.

Marienberg.

Obwohl der ärgste Verfolger den Spitzenreiter zum Gipfeltreffen bat, sind spielerische Highlights gestern in Marienberg Mangelware geblieben. Doch darauf kam es dem gastgebenden FSV Motor aber auch gar nicht an. "Es ging darum, präsent zu sein", brachte es Kapitän Kenny Schmidt nach dem Spiel gegen den als Spitzenreiter angereisten VfB Empor Glauchau auf den Punkt. Bei starkem Wind erwiesen sich auf dem kleinen Marienberger Kunstrasenplatz in erster Linie Wille und Konzentration als Schlüssel zum Sieg - und zwar für die Hausherren, die damit erstmals die Tabellenführung der Landesklasse West übernahmen und ein außergewöhnliches Jahr krönten.

"Uns hat auch in dieser Partie das ausgezeichnet, was uns schon das ganze Jahr über stark macht: der Zusammenhalt", zeigte sich Motor-Trainer Ronny Rother stolz auf sein Team. Der besondere Teamgeist zeige sich bereits im Training, das stets gut besucht ist, vor allem aber an den Wochenenden auf dem Platz. "Da haut sich jeder für den anderen rein", sagt Rother, der mit seinen Spielern 2019 eine historisch gute Ausbeute vorzuweisen hat. Den 32 Punkten aus der vergangenen Rückrunde ließ der FSV nun sogar 34 in der Hinrunde folgen.

Dass gegen die beste Abwehr der Liga drei Zähler dazukamen, war Kai Hamann zu verdanken. Nach einem weiten Einwurf, der von Schmidt verlängert worden war, stand der Torjäger wieder einmal an der richtigen Stelle und drückte den Ball schon in der fünften Minute über die Linie. Wenig später hätte er beinahe erhöht, doch sein Fallrückzieher landete am Außenpfosten. Direkt zuvor war Maximilian Schreiter am Torhüter gescheitert. Auch Motor-Keeper Toni Grabowski musste einmal zupacken. Ansonsten wirkten die Gastgeber jedoch gefährlicher, sodass selbst Gäste-Trainer Lutz Wienhold den Pausenstand als gerecht einstufte: "Wir lagen verdient hinten." Erst in der zweiten Halbzeit habe sich sein Team besser auf die schwierigen Bedingungen einstellen können.

Gerade, als Glauchau am Drücker war und nach einem Freistoß den vermeintlichen Ausgleich bejubelte (61.), schwächten sich die Gäste selbst. Ausgerechnet Ex-Profi Pierre Le Beau regte sich über die Abseitsentscheidung etwas zu sehr auf, sodass er mit Gelb-Rot vom Platz flog. Zunächst machte sich die Überzahl noch nicht bemerkbar, da der VfB Empor bei Flanken gefährlich blieb. Als aber ein weiterer Glauchauer wegen Meckerns zum Duschen geschickt wurde (85.), ergaben sich Räume zum Kontern. Kevin Werner und Schmidt scheiterten jedoch mehrfach, sodass Motor bis zum Schluss bei hohen Bällen zittern musste. Der neue Spitzenreiter war aber immer zur Stelle.

Grabowski; Hofmann (65. Neubauer), Bauer, Richter, Werner, Schröter, Fischer, Gottschalk, Schreiter (65. Otto), Schmidt (90. Günther), Hamann; SR: Kläber (Dresden); Z: 209; T: 1:0 Hamann (5.)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...