Stadtmeister nach zwölf Stunden Spielzeit gekürt

76 Starter haben bei der 44. Auflage der Thumer Meisterschaft geschmettert. Ein TTC-Annaberg-Spieler gab sein Debüt.

Thum.

Präzision im Spiel mit dem 40 Millimeter großen Plastikball, knappe Entscheidungen, Spannung und viel Beifall hat es am Wochenende bei der 44. Auflage der offenen Thumer Stadtmeisterschaften im Tischtennis gegeben. Die aktiven Tischtennisenthusiasten nahmen die sechs Platten beim Turnier des TTV Thum in der Sporthalle an der Wiesenstraße an zwei Turniertagen voll in Beschlag. 76 Teilnehmer aus Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg zog das Traditionsturnier an. Rund 300 Entscheidungen im Einzel und Doppel gingen über die Bühne. Und das mit neuen Plastikbällen anstatt Zelluloidkugeln. Doch das störte wenig, hatten doch die meisten Aktiven schon Erfahrungen damit in der vergangenen Spielsaison gesammelt.

Im B-Turnier, wo 50 Spieler bis zur 2. Bezirksliga am Samstag schmetterten, stand der Einzelsieger kurz vor 21 Uhr nach über zwölf Stunden Spielzeit fest. Der Chemnitzer Phillip Bogedain marschierte ungeschlagenen mit fünf Siegen ins Finale. Dort traf der Bezirksklasse-Spitzenmann auf den Radebeuler Martin Penz. Bogedain wurde in 3:2-Sätzen erstmals Stadtmeister. "Ich war schon bei vielen Auflagen hier in Thum dabei, aber so einen Erfolg habe ich noch nie geschafft", sagte er überglücklich. Den Stadtmeistertitel im Doppel sicherten sich das Duo Lippmann/Barthenschläger (Aufbau Chemnitz) überlegen mit 3:0 im Finale gegen Wolfermann/Lippold vom Bezirksklasse-Aufsteiger TTV Stollberg.

Unter den Startern war auch Fabian Göbel vom TTC Annaberg. "In habe schon oft von dem Turnier in Thum von meinen Vereinskollegen gehört, bin aber das erste Mal jetzt dabei. Ich bin begeistert", sagt der 32-jährige. Der Erzgebirgsligaspieler war zufrieden mit seinem Debüt. Nach einem Auftakt-Sieg hatte er gegen den Zschopauer Max Flath und Markus Fiedler, beide spielen in der Bezirksliga, das Nachsehen. "Gegen Fiedler habe ich schon 2:0 geführt, bin aber nicht richtig aggressiv mit der Vorhand nachgegangen", so Göbel, der Koordinator beim Kreissportbund ist. "Aber es ist keine Schande, gegen solch starke Spieler zu verlieren", fügt er hinzu. Gesteigert hat sich Göbel dafür in der abgelaufenen Saison. Er konnte sich der Bezirksklasse beim TTC des öfteren für weiter Einsätze empfehlen.

Bei der Stadtmeisterschaft waren auch wieder die Damen an den Platten. Mit Mary-Ann Staffa und Emely Kaden von der SG Sorgau waren zwei aktuelle Landesliga-Spielerinnen dabei, die nächstes Jahr sogar in der Sachsenliga aufschlagen. Am weitesten kam aber die Zschopauerin Jule Jablinski, die mit drei Siegen die Männer ins Schwitzen brachte. Jüngster Starter mit 14 Jahren war Marc Wiese vom SV Hohenstein, der im Doppel Bronze holte. Der älteste Starter war Dieter Fuhrig mit 79 Jahren. Der Senior vom SV Auerhammer nimmt nach dem Motto "Dabei sein ist alles" seit vielen Jahren als Stammgast in Thum teil. (mit tle)

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