Startelf-Debüt schenkt Selbstvertrauen

Tom Baumgart lief beim 3:0 des FC Erzgebirge Aue in Sandhausen in der 2. Bundesliga erstmals von Beginn an auf. Dabei half dem 21-Jährigen eine besondere Qualität.

Sandhausen.

Erster Startelfeinsatz in der 2. Bundesliga, erste Torbeteiligung: Tom Baumgart bleibt das 3:0 des FC Erzgebirge Aue beim SV Sandhausen wohl lange in Erinnerung. "Ich bin überglücklich, dass es so wunderbar geklappt hat", sagt der Veilchen-Profi. "Das war ein wunderbarer Abschluss der Englischen Woche. Das haben wir uns mehr als verdient."

Der 21-Jährige trug einen nicht unwesentlichen Teil zum wichtigen Erfolg der Auer im Kampf um den Klassenerhalt bei. Seine Hereingabe führte zum 2:0 durch Pascal Testroet in der 69. Minute. "Ich habe bei meinem Lauf auf der Außenbahn gesehen, wie Paco im Rückraum frei stand. Deswegen habe ich den Ball scharf dorthingebracht. Er macht ihn dann mit dem ersten Kontakt rein", sagt Baumgart zur Szene. Im ersten Durchgang bekam er die raue Seite der Liga zu spüren. Mehrmals lag er nach intensiven Zweikämpfen auf dem Rasen. "Es ist anders als in der 3. Liga oder im Juniorenfußball. Es gibt mehr auf die Socken. Aber ich wusste, was auf mich zukommt und habe nicht nur eingesteckt, sondern auch ausgeteilt."

FCE-Trainer Daniel Meyer verteilte nach Abpfiff ein Lob - mit Einschränkung: "Er hat das gut gemacht. Zu Beginn hatte er Probleme mit dem Positionsspiel und wurde etwas hyperaktiv." Leicht ist die Position auf dem Flügel nicht. Schließlich muss man die Außenbahn allein beackern - quasi wie ein Rechtsverteidiger absichern und wie ein Flügelstürmer Flankenläufe starten. "Vorige Saison habe ich viel auf der Außenbahn gespielt. Es ist nichts Unbekanntes", so Baumgart, der an sich offensiver Mittelfeldspieler ist.

Im Zentrum hinter den Spitzen ist derzeit kein Vorbeikommen an Jan Hochscheidt. Baumgarts Variabilität sorgte zuletzt aber dafür, dass er in den Kader berufen wurde und mit Mario Kvesic einen "Zehner" auf die Tribüne verdrängte. Der Kroate kann laut Trainer nur jene Position besetzen, Baumgart auch den rechten und linken Flügel. So kam er in der Rückrunde dreimal von der Bank zum Zug und bot sich für das Startelfdebüt an, das er nun in Sandhausen feiern durfte.

Lange hat er darauf gewartet. Nach dem Wechsel im Sommer 2018 vom Chemnitzer FC zu Erzgebirge Aue musste sich der Freiberger erst mal hintanstellen. Nur 18 Minuten kam er in der Hinrunde zum Einsatz. "Ich habe nicht daran gezweifelt, dass der Weg in die zweite Liga der falsche war. Aber ich war unzufrieden. Man muss jedoch realistisch sein: Ich kam von einem Absteiger aus der dritten Liga - da muss man auf dem Boden bleiben", so Baumgart. Nun will er sich für weitere Einsätze aufdrängen. "Jetzt bin ich mittendrin. Der Startelfeinsatz gibt mir Mut und Selbstvertrauen."

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