Stollberg schrammt haarscharf am Aufstieg vorbei

Die Badmintonspieler des BC werden auch in der kommenden Saison in der Sachsenklasse antreten. Im Relegationsspiel gegen Meerane reichte am Ende ein Unentschieden nicht. Die Trauer war aber schnell verfolgen.

Stollberg.

Fünf läppische Bälle. Mehr fehlte den Badmintonspielern des BC Stollberg-Niederdorf am Samstag nicht, um ihre hervorragende Saison mit dem Aufstieg in die Sachsenliga zu krönen. Im Relegationsspiel gegen die SG Meerane hielt der Zweite der bereits im März beendeten Saison in der Sachsenklasse mehr als gut mit. Am Ende stand ein 4:4, das im Ligabetrieb für einen Zähler gereicht hätte. Doch auf dem neutralen Parkett in Markkleeberg, wo die Partie über die Bühne ging, musste eine Entscheidung her. Da auch die gewonnenen Sätze - beide Mannschaften verbuchten jeweils zehn für sich - diese nicht herbeibringen konnte, kam schließlich das dritte Kriterium zum Zug. Und hier brachten die Meeraner über die gesamte Spielzeit hinweg fünf Bälle mehr im gegnerischen Feld unter als die Stollberger.

Dabei kamen die Erzgebirger, die ohne den im Urlaub weilenden Maik Hänig antreten mussten, nur schleppend in die Partie hinein. Franziska Hilmer und Franziska Meyer gaben ihr Anfangsdoppel ab, was ihre männlichen Pendants Robert Helbig und Christian Kupfer noch ausgleichen konnten. Doch dann unterlagen Hänig-Ersatz Tobias Jurk und sein Partner Marcus Gundermann im zweiten Herrendoppel ebenso wie Karolin Schäfer im Damen-Einzel. Die Stollberger schlugen mit Christian Kupfer zurück, der sein Einzel souverän gewann, doch gleich danach hatte Robert Helbig gegen den Meeraner Top-Spieler Eric Edelbauer erwartungsgemäß das Nachsehen. "Damit war klar, dass wir höchstens noch ein Unentschieden schaffen können", sagte Gundermann, der selbst Taten sprechen ließ. Mit seiner Partnerin Karolin Schäfer ließ er im gemischten Doppel nichts anbrennen, bevor Tobias Jurk im dritten Herreneinzel das Remis tatsächlich rettete - für das sich die Mannschaft nun allerdings nichts kaufen kann.

Die Enttäuschung über den so dramatisch verpassten Aufstieg war in den Reihen der Stollberger allerdings nur von kurzer Dauer. "Das Niveau in der Sachsenliga ist nicht nur ein bisschen, sondern deutlich höher. Da kann die Euphorie auch schnell in Frustration umschlagen", so Gundermann. In der Sachsenklasse sei man deswegen ganz gut aufgehoben, das Ziel laute, jedes Jahr eine gute Platzierung zu erreichen. Dafür, dass dies auch in der kommenden Saison wieder klappt, sei die Mannschaft gut aufgestellt. "Wir bleiben alle beisammen. Abgänge haben wir nicht zu verzeichnen", sagte er.

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