Stollberg stürmt in die zweite Runde

Beim 5:0 im Derby des Erzgebirgspokals gegen Jahnsdorf ließen die Rot-Weißen keinen Zweifel an ihrer Favoritenstellung. Auch die anderen Teams aus der Region gaben sich keine Blöße.

Jahnsdorf.

Das Bruderduell war am Ende dann doch kein richtiges. Im Erzgebirgspokal-Erstrunden-Derby zwischen Stollberg und Jahnsdorf standen gestern zwar sowohl Kevin (für den TSV) als auch Nico Kinas (für den FCS) auf dem Platz - doch da der eine im rechten Mittelfeld, der andere rechter Stürmer spielte, kamen sie sich 90 Minuten lang nicht in die Quere.

Jubeln durfte letztlich aber nur einer - und der spielte in Rot. Von Beginn an präsentierte sich das einstige Landesklasse-Team, das am kommenden Sonntag daheim gegen Burkhardtsdorf in das Abenteuer Erzgebirgsliga startet, als spielerisch überlegen und schoss vor 85 Zuschauern schon zur Halbzeit durch Sven Schönherr (19./32.) und Maximilian Friedrich (45.) eine 3:0-Führung heraus. Toby Ammon (73.) und Tim Iser (76.) sorgten dann für das Endergebnis. "Das war schon eine Lehrstunde. Man hat gemerkt, dass die Stollberger wissen, was sie tun", sagte Lormis, der aber auch Chancen für seine Mannschaft gesehen hatte. "Aber da waren wir zu aufgeregt vor dem Tor." Sein Kollege Bernd Eichenmüller auf der Gegenseite zog ein ähnliches Fazit. "Ich war im Vorfeld von drei Toren Differenz ausgegangen. Am Ende waren es sogar fünf, und dafür habe ich die Mannschaft auch gelobt. Dennoch sei das Spiel seiner Elf nicht perfekt gewesen, was vor allem am knochentrockenen Rasen gelegen habe.

Die anderen Altkreis-Vertreter im Erzgebirgspokal ließen ebenfalls nichts anbrennen. Der Oelsnitzer FC setzte sich beim Ligarivalen Pockau-Lengefeld mit 2:1 durch. Dabei tat sich lange nichts auf der Anzeigetafel. Erst nach 83 Minuten brachte Ivo Förster die Gelb-Schwarzen per Strafstoß in Führung, Florian Wunder legte fünf Minuten später nach. Apropos Wunder: Das versuchten die Gastgeber noch, mehr als der Anschluss durch Kevin Matthes (90.) sprang aber nicht heraus. Einen Rückstand drehen musste hingegen Kreisligist Gornsdorf, der von Raschau-Markersbach (ebenfalls Kreisliga) nach der frühen Führung durch Bruno Galonska (14.) zweimal kalt erwischt wurde. "Dann haben wir aber Druck gemacht und sind zum Glück belohnt worden", sagte Trainer Frank Dost. In der 85.Minute wuchtete Bruno Galonskas Bruder Willie einen Kopfball ins Netz, bevor die Gornsdorfer noch zweimal ins Schwarze trafen.

Am spannendsten machte es Erzgebirgsligist Burkhardtsdorf, den der Kreisliga-Vertreter aus Lauter ins Elfmeterschießen zwang. Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden, Niklas Kmuch (38.) und Markus Hofmann (40.) trafen für den FSV, den Jonas Kmuch mit dem letzten Elfer schließlich jubeln ließ.

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