Stollberger mit handfesten Argumenten

Vier Sportler des Karatevereins Bushido haben bei der Landesmeisterschaft Medaillen gesammelt. Der Weg der Kämpfer ist noch nicht zu Ende.

Stollberg.

Vier Sportler hat der Karateverein Bushido Stollberg am Samstagnachmittag in der Chemnitzer Sachsenhalle auf die Kampfmatten geschickt. Am Ende konnte ihr Trainer Thomas Richter jedem von ihnen zufrieden auf die Schulter klopfen: "Ich bin Stolz auf die Leistung meiner Schützlinge. Zwar ist die Zahl der Konkurrenten bei der Landesmeisterschaft für den Nachwuchs schon größer gewesen, aber aus Vereinssicht kann man sich kaum ein besseres Ergebnis wünschen", sagte Richter. So nahmen seine Karateka verschwitz und abgekämpft ihre Medaillen und Urkunden entgegen und hatten gleichzeitig die Qualifikation zur kommenden Deutschen Meisterschaft in der Tasche. Tommy Kuchinke konnte in seiner Alters- und Gewichtsklasse U 18 bis 76 kg souverän alle Kämpfe für sich entscheiden, nahm Gold in Empfang und darf den Titel des Landesmeisters tragen. Sein Mannschaftskamerad Nils Fiedler zog mit Siegen bis ins Finale der U 18 bis 68 kg ein. "Leider unterlag er in diesem Finalkampf knapp. Doch auch mit diesem tollen zweiten Platz ist der Weg zur Deutschen Meisterschaft geebnet", so Richter. Bushido-Sportler Gabriel Tausultanov folgte Fiedler auf Rang 3 in derselben Kategorie nach. Abgerundet wurden diese Ergebnisse mit einem weiteren goldenen Podestplatz der Team-Begegnungen der Junioren. Kuchinke, Fiedler und Tausultanov gewannen dort all ihre Duelle.

Nach langer Pause griff auch Yannick-Noah Zeulner für die Stollberger wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Er sicherte sich in der Leistungsklasse bis 67 kg den dritten Platz und kam zu Silber in der Kategorie U 21 bis 67 kg. "Die Finalniederlage mit 0:8 war natürlich schon ein bisschen bitter. Aber mein Gegner Sebastian Weidelt ist in dieser Altersklasse als ziemlich harter Brocken bekannt." Zeulner, der seit 2009 im Verein ist, sei aufgrund seines Studiums in Dresden in letzter Zeit nur wenig zum Trainieren gekommen. Doch die kurzfristige Vorbereitung auf die Qualifikation habe dann gepasst: "Den Abend vorher zeitig Schlafen gehen, dann früh da sein, sich rechtzeitig Aufwärmen, ein Gefühl für Halle und Leute bekommen halte ich für wichtig", erklärte Zeulner. Auch der Spaß solle aber an so einem Wettkampftag nicht zu kurz kommen: "Es ist zwar ein Einzelsport, trotzdem herrscht bei uns natürlich ein Mannschaftsgeist und die anderen stehen mit an der Matte und feuern einen an - das verbindet."

Der Zwanzigjährige ist durch seine Eltern zum Karate gekommen, die auch in Chemnitz zum Zuschauen waren. "Mein Vater ist Schwarzgurt, meine Mutter Braungurt", sagt Zeulner. Am Anfang habe er sich einfach nur bewegen wollen. Mit der Zeit sei die Sportart aber zu seiner großen Leidenschaft und einem richtigen Lebensstil geworden. Nun darf er zum siebten Mal an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen. "Ich hoffe, dass ich es zeitlich hinbekomme und mal mehr als Platz 5 holen kann."


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