Stollberger stellen ihre Effektivität unter Beweis

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Obwohl sich die Zahl der herausgespielten Chancen in Grenzen hielt, erzielte der FCS einen klaren 5:1-Sieg in Drebach. Sogar der Trainer wirkte von dieser Cleverness fast schon etwas überrascht.

Drebach.

Um im vierten Anlauf endlich den ersten Saisonsieg zu feiern, setzten die Kicker des FV Krokusblüte/Drebach zunächst auf eine kompakte Defensive. Was komisch klingt, hatte seinen Grund: Mit dem FC Stollberg war schließlich ein Titelfavorit der Erzgebirgsliga zu Gast, der seine Klasse dann auch rasch unter Beweis stellte. "Unsere Taktik, tief zu stehen und über Konter zum Erfolg zu kommen, war schnell hinfällig", gesteht FVK-Trainer Robert Merkel, dessen Elf schon nach einer halben Stunde 0:3 hinten lag.

Selbst Stollbergs Coach Rico Knopf wirkte von diesem Traumstart fast schon etwas überrascht. "Eigentlich ist es für uns auswärts immer schwierig, weil die Gegner gerade gegen uns richtig heiß sind. Außerdem müssen wir uns immer erst an die Platzbedingungen gewöhnen, weil wir durch unseren Kunstrasen etwas verwöhnt sind", erklärt er. Doch auch auf dem stellenweise ziemlich holprigen Geläuf in Drebach lief der Ball in den Reihen der Gäste bestens. Zweimal war es Til Fischer, der die guten Vorlagen zu nutzen wusste (9./32.). Außerdem traf Michael Neubert nach einem perfekt getimten Steilpass zum zwischenzeitlichen 2:0 (22.).

Was Knopf am meisten lobte, war die Effektivität. "Aus den ersten drei Chancen haben wir drei Tore gemacht", sagt der Trainer, der aber auch Anlass zur Kritik sah: "Wir haben zu viele Freistöße im Halbraum verursacht." In solchen Situationen seien die Hausherren durchaus gefährlich geworden. Eine solche Szene sowie ein strittiger Zweikampf im FCS-Strafraum, bei dem nach Ansicht der Drebacher kurz nach der Pause der Pfiff des Referees zu Unrecht ausblieb, hätten womöglich für Spannung sorgen können. So aber brachten die Gäste den 5:1-Sieg sicher nach Hause, wobei Moritz Heuschkel mit einem Treffer fast von der Mittellinie glänzte. "Dieses Tor zum 5:0 hat die Partie gut widergespiegelt. Bei den Stollbergern klappte quasi alles. Sie haben uns unsere Grenzen aufgezeigt, auch wenn der Sieg vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist", sagt Robert Merkel, der aus der gezeigten Einsatzbereitschaft und dem bissigen Zweikampfverhalten seiner jungen Spieler dennoch Mut schöpft: "Für viele wird es ein Lernprozess, dort unten rauszukommen."

StatistikDrebach/Falkenbach: Eulitz; Clausner (54. Effenberger), Fritzsch, Horn, Glöckner (69. Reuter), Gärtner, Förster, Böhm, Neubert, Kirschen, Jockschat (46. Günther); Stollberg: Scheiter; Friedrich, Meusel, Schönherr (67. Dörner), Förster, Heuschkel, Neubert, Fischer (56. Haase), Albert (76. Schulz), Woidtke, Dürr; Torfolge: 0:1, 0:3 Fischer (9., 32.), 0:2 Neubert (22.), 0:4 Schönherr (49.), 0:5 Heuschkel (74.), 1:5 Günther (76.); SR: Schönherr (Satzung); Z: 65

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