Stollberger wollen nach oben

Die Mannschaft des Schachvereins Erzgebirge peilt nach einer guten Saison im kommenden Jahr den Aufstieg in die 1. Landesklasse an. Verstärkung kommt von einem Absteiger.

Stollberg/Neukirchen.

Der Blick auf die Abschlusstabellen dürfte den Schachspielern von Erzgebirge Stollberg in diesem Jahr leicht fallen. Platz 4 in der 2. Landesklasse - damit verbesserte sich das Team gegenüber der Vorsaison gleich um vier Plätze. Nachdem der Saisonstart mit zwei Remis und einer Niederlage noch etwas holprig war, folgte im Anschluss ein Lauf mit drei Siegen in Folge, was fast schon den Klassenerhalt bedeutete. Dabei sorgte vor allem das Unentschieden gegen den späteren Aufsteiger Aue für Aufsehen. Die fleißigsten Punktesammler des Teams, das mit nur neun Akteuren auskam, waren Gerd Wetzel, Dirk Kristen und Jürgen Steinhardt, die aus den neun Partien jeweils 5,5 Punkte holten. Steinhardt, gleichzeitig Vereinschef, ist mit der Bilanz zufrieden. "Ziel war ein Mittelfeldplatz, und den haben wir erreicht", sagt er.

In der kommenden Saison sind die Ambitionen der Stollberger indes noch größer. Der Verein, dessen zweite Mannschaft (1. Bezirksklasse) in der abgelaufenen Saison ebenfalls überzeugte und am Ende mit dreimal so viel Punkten wie im Vorjahr Dritter wurde, will laut Steinhardt in die 1. Landesklasse aufsteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird mit Stefan Kapp zum Saisonstart im September ein neues Gesicht am ersten Brett sitzen. Die Nummer 1 des TSV Ifa ist mit den Chemnitzern in dieser Saison in die Bezirksliga abgestiegen und war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung.

Licht und Schatten hatten in der abgelaufenen Saison indes die Schachspieler aus Neukirchen zu verzeichnen. Durchaus positiv verlief die Spielzeit für die erste Mannschaft in der 2. Landesklasse. An das herausragende Resultat des Vorjahres, als die Mannschaft als Aufsteiger gleich auf Platz 3 einkam, kam das Team diesmal zwar nicht heran. Rang 5 mit 9:9 Punkten, eine Position hinter dem Lokalrivalen aus Stollberg, bedeutete aber dennoch ein beachtliches Ergebnis - zumal das Team im Vorfeld noch zum erweiterten Kreis der Kandidaten für den Abstieg zählte, mit diesem aber über die gesamte Saison hinweg nichts zu tun hatte. Von den insgesamt 14 eingesetzten Spielern waren Olaf Dietz mit sechs Punkten aus acht Spielen, Marcel Dian (5,5/9) und Daniel Erath (4,5/9) am erfolgreichsten. Auch der zweiten Mannschaft aus Neukirchen war im Vorfeld eine schwierige Saison prognostiziert worden - hier erfüllten sich die Prophezeiungen allerdings. Die Mannschaft kam in der Bezirksliga mit sieben Punkten als Neunter und Vorletzter ein, schaffte aber - unter anderem dank eines Sieges gegen den späteren Absteiger König Plauen V - wenigstens den Klassenerhalt. Zwei Etagen tiefer, in der 2. Bezirksklasse, wurde Neukirchen III trotz großer Besetzungsprobleme wieder wie im Vorjahr Dritter.

Die Spieler von Elektronik Gornsdorf indes mussten in der 1- Bezirksklasse ihrem famosen Saisonstart am Ende ein wenig Tribut zollen. Vier Siege und ein Unentschieden gelangen dem Team an den ersten fünf Spieltagen. Doch danach kamen nicht mehr allzu viele hinzu, Gornsdorf wurde mit zwölf Zählern am Ende Vierter. Gegen Blumenau II, Ifa Chemnitz II und Meister Seiffen, die in der Abschlusstabelle besser platziert sind, holten die Elektroniker nur einen mageren Punkt.

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