Sturz auf Abstiegsplatz droht

Bei einer Niederlage im Kellerduell gegen Mühltroff würden die Landesklasse-Fußballer des FC Stollberg unter dem Strich überwintern. Der Trainer hofft auf eine Leistung wie zuletzt.

Stollberg.

Dass die Landesklasse-Fußballer des FC Stollberg möglicherweise auf einem Abstiegsplatz überwintern, hätte vor zwei Monaten wohl kaum jemand für möglich gehalten. Nach einem 2:0-Heimsieg gegen Lok Zwickau lag die Mannschaft nach dem sechsten Spieltag auf Platz 6 - mehr als beachtlich für einen Aufsteiger. Danach ging es allerdings steil bergab. An den folgenden acht Spieltagen sammelten die Rot-Weißen nur noch einen mageren Zähler ein und wurden in der Tabelle durchgereicht. Im Duell gegen Mitaufsteiger Mühltroff geht es nun am Sonntag, 13.30 Uhr, darum, über dem ominösen Strich zu bleiben. Voraussetzung dafür ist mindestens ein Punkt. Im Falle einer Niederlage würden die Vogtländer, die derzeit den ersten Abstiegsplatz belegen, an Stollberg vorbeiziehen - nach dem jüngsten 1:0-Sieg bei Schlusslicht Klaffenbach wittern sie jedenfalls Morgenluft.

Stollbergs Trainer Bernd Eichenmüller blickt mit einer Mischung aus Zuversicht und Aufregung auf die Partie. "Ich habe wenig Lust, ein Vierteljahr mit Augenkrebs auf die Tabelle zu schauen", wählt er drastische Worte. Seiner Mannschaft gehe es hoffentlich genauso. In der Lage, eine richtige Kampfansage ins Vogtland zu schicken, sei man allerdings auch nicht - obwohl der Trainer, wie er nochmals betonte, am vergangenen Wochenende zuhause gegen Marienberg die beste Leistung seines Teams in den vergangenen Wochen registrierte. Die Stollberger verloren die Partie zwar mit 1:2, hielten gegen den Tabellenzweiten aber richtig gut mit und hätten in der zweiten Hälfte durchaus den ein oder anderen Elfmeter zugesprochen bekommen können. "Wenn wir das abrufen, sich alle am Riemen reißen und wir es schaffen, die einfachen Fehler in der Defensive zu minimieren, dann nehmen wir auch gegen Mühltroff etwas mit", so Eichenmüller. Gerne würde er deshalb die gleiche Formation wie gegen Marienberg aufs Feld schicken. "Aber da macht uns das Verletzungspech leider einen Strich durch die Rechnung. Außerdem sind einige Spieler auch privat verhindert", betont der Coach.

Über die Bühne gehen wird die Partie am Samstag wegen der Witterungsverhältnisse indes nicht auf dem Rasenplatz in Pausa sondern stattdessen auf dem Kunstrasen des Plauener Vogtlandstadions. Auf dem für sie recht ungewohnten Geläuf kamen die Mühltroffer zuletzt mit 1:6 gegen Germania Chemnitz unter die Räder. Einen Vorteil für seine Mannschaft, die zuhause stets auf künstlichem Grün agiert, will Eichenmüller, daraus allerdings nicht ableiten. "Da sind wir wirklich erst hinterher schlauer".

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