SVS sorgt für dicke Überraschung

Die Schneeberger Handballerinnen haben gegen den Tabellenführer einen deutlichen Sieg gefeiert. Der Auer Nachwuchs holt zumindest einen Punkt.

Aue/Schneeberg.

Zuhause weiterhin ungeschlagen, nach einer Aufholjagd in den letzten zehn Spielminuten einen weiteren Punkt erkämpft und dennoch: auf Auer Seite war man keineswegs zufrieden mit dem eigenen Auftritt beim 29:29 gegen den HC Einheit Plauen. In den ersten Angriffen der Auer erinnerte vieles an die müden Darbietung vergangenes Wochenende in Aschersleben. Zu wenig Tempo im eigenen Spielaufbau ließ die Vogtländer schnell mit 5:2 in Führung gehen. Einem kurzen Strohfeuer der Gastgeber (6:7) entgegneten die Einheit-Spieler mit einem Lauf zum 12:7. Bis zur Pause konnte Aue auf zwei Treffer verkürzen (12:14), wobei sich Linksaußen Dominic Schwenning sehr treffsicher zeigte. Bis zum 16:18 blieb der Abstand konstant. Danach nutzten die Vogtländer speziell über das Kreisläuferspiel ihre Chancen und gingen mit 23:18 in Führung. Die EHV-Reserve stellte daraufhin die Abwehr um und konnte den Abstand Schritt für Schritt verkürzen. Drei Minuten vor Ende erzielte die Hilbig-Sieben den 26:26-Ausgleich. Plauen legte jedoch erneut mit zwei Toren vor (29:27), doch Simeon Fischer sicherte gut 20 Sekunden vor Schluss mit dem 29:29 immerhin noch einen Punkt für die Erzgebirgerinnen.

Für eine echte Überraschung haben die Sachsenliga-Handballerinnen des SV Schneeberg gesorgt. Sie bezwangen den bis dato verlustpunktfreien Spitzenreiter HV Chemnitz II in eigener Halle deutlich mit 36:24 (20:12). "Wir wussten, was uns erwartet", sagt Trainer Sascha Thieme. "Nach den turbulenten und schweren ersten Wochen der laufenden Saison für uns, wollten wir einfach eine deutliche Leistungssteigerung zeigen und einen Schritt in die richtige Richtung machen." Mit dieser Vorgabe gaben die Schneebergerinnen vom Anpfiff an Gas und zwangen die Gäste mit einer starken Defensive (3:0/4. Minute) schon früh zu einer Auszeit. Die Chemnitzerinnen kämpften sich zwar auf 2:3 heran, doch dank der funktionierenden Abwehr und starken Paraden im Tor, gaben die Erzgebirgerinnen das Zepter nicht mehr aus der Hand. "Im Angriff spielten wir seit langem wieder einmal mit viel Dynamik", lobt Thieme. Mit einem beruhigenden 20:12 ging es in die Pause, in der allen die Erleichterung deutlich anzusehen war, wie Thieme berichtet. Wie schon im ersten Abschnitt gelang den SVS-Frauen mit drei Treffern in Serie ein guter Einstieg. Auch danach ließen die Schneebergerinnen nichts mehr anbrennen und brachten den Sieg locker über die Zeit. "Einziger Wermutstropfen sind die beiden Verletzungen von Jeannine Prochnow und Adriana Norr in der zweiten Halbzeit. Wir hoffen, dass es bei beiden nichts Schlimmeres ist und wir beide schnell wieder im Training haben", so der SV-Trainer, der sich dazu wünscht, dass seine Mannschaft den Schwung mitnehmen kann.

Die Sachsenligamänner des Zwönitzer HSV 1928 haben ihr erstes Heimspiel der laufenden Saison verloren. Gegen den Tabellenzweiten vom HC Glauchau/Meerane hieß es am Ende 26:35 (10:19) aus Sicht der Gastgeber. "Gegen einen solchen Gegner und überragenden Torhüter müssen wir im Angriff geduldiger agieren, dürfen uns keine Halbchancen nehmen, sondern uns klarere Möglichkeiten erspielen", analysierte Alt- und nun wieder Interimstrainer Frank Riedel die Partie. (mit kiw/bral)

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