Talent will der Konkurrenz einheizen

Skeleton-Pilotin Susanne Kreher aus Bärenstein hat einen guten Start in die neue Saison erwischt. Doch starke Gegner sind nicht die einzige Hürde.

Altenburg.

Der Auftakt war vielversprechend: Für die deutschen Skeleton-Asse hat am Königssee die Qualifikation für die internationalen Startplätze begonnen. Mit dabei aus dem Erzgebirge ist neben dem aus Hohndorf stammenden Olympia-Siebten Axel Jungk auch die Bärensteinerin Susanne Kreher. Wie Jungk startet sie ebenfalls für den BSC Sachsen Oberbärenburg. Beide Erzgebirger konnten in den ersten zwei von insgesamt fünf Selektionsrennen überzeugen. So fuhr Jungk im ersten Rennen auf der WM-Bahn von 2017 hinter Alexander Gassner vom BSC Winterberg die zweitschnellste Zeit. Den zweiten Wettkampf tags darauf konnte der Hohndorfer sogar auf dem ersten Platz abschließen.

Sehr zufrieden mit ihren ersten beiden Auftritten in der aktuellen Selektion war die aus Bärenstein stammende Altenbergerin Susanne Kreher. Die 19-Jährige wurde im ersten Rennen zeitgleich mit der erfahreneren Corinna Leipold (BRC Thüringen) Zweite hinter Tina Hermann. "Die Selektionen hier liefen sehr gut für mich, im Gesamt-Ranking bin ich momentan sogar auf Platz drei", freut sich Susanne Kreher. Dass die Sachsenmeisterin so gut abschneidet, war vor Kurzem noch nicht zu erwarten. Beim Bahntraining in Bayern hatte sie anfangs noch Schwierigkeiten, die jedoch überwunden scheinen: "Es wird Stück für Stück besser." Nun will Susanne Kreher in Altenberg nachlegen. Dort trainieren diese Woche die Skeleton-Asse der deutschen Nationalmannschaft. Morgen steht das dritte Selektionsrennen an, ehe dann nach den zwei finalen Ausscheidungswettkämpfen in Winterberg die Entscheidung fällt. Es geht darum, wer im Weltcup starten darf, wer im Intercontinental-Cup (ICC), der zweithöchsten internationalen Rennserie, und wer im Europacup antritt.

Die junge Skeleton-Pilotin aus Bärenstein will an ihre starke Vorsaison anknüpfen. Die Erzgebirgerin hatte damals auf ihrer Heimbahn den ersten Europacup-Sieg gefeiert und gleich bei ihrer ersten Teilnahme an Junioren-Weltmeisterschaften in St. Moritz sensationell Bronze errungen. "Ich will diese Saison auf jeden Fall im Europacup starten, und wenn es klappt, im ICC. Ansonsten ist die Qualifikation für die Junioren-WM 2019 am Königssee mein Ziel," erklärt Kreher. Darüber hinaus möchte sie sich fahrerisch und athletisch verbessern und neue Bahnen kennenlernen.

Die Sportsoldatin, die dieses Jahr ihr Abitur mit der Note 1,6 geschafft hat und langfristig auf einen Olympia-Start hofft, sieht noch Nachholbedarf im Eiskanal. "Das hat auch viel mit Erfahrung zu tun. Die fehlt mir, da ich erst meine vierte Saison fahre." Ihre Vorbereitung sei "sehr gut verlaufen", die Athletikwerte und Startzeiten in Oberhof waren im Bestzeiten-Bereich. "Nur leider habe ich mich dann vor sieben Wochen im Trainingslager am Fuß verletzt", erklärt sie. Dabei zog sie sich eine Zerrung und eine Kapselverletzung zu. Seit Anfang Oktober könne sie aber wieder problemlos trainieren. Ihr Stützpunkttrainer David Friedrich hält viel von Susanne Kreher. "Eine Teilnahme beim ICC sollte für sie möglich sein", sagt er.

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