Talente stellen sich auf die Probe

Den letzten Test vor der Herbstleistungskontrolle haben hiesige Biathleten in Schwarzenberg absolviert. Cross- und Rollskifahrer gingen auch andernorts in die Spur.

Schwarzenberg.

Ihre Durststrecke mit Blick auf Wettkämpfe im direkten Vergleich haben Wintersportler der Region an diesem Sonntag beendet. Mit dem Ausrichterteam Westerzgebirge, zu dem auch der WSC Oberwiesenthal und die TSG Sehma gehören, hatte der PSV Schwarzenberg auf seine Rollerbahn im Stadtteil Hofgarten eingeladen - zu den Erzgebirgsspielen im Biathlon.

Allein die Gastgeber schickten dabei 24 Sportler an den Schießstand und auf die Strecke. In der Altersklasse 12 zum Beispiel blieb das Podest in PSV-Hand - dank des Siegs von Simon Frenzel (6:33,5 min) vor Phil Blechschmidt (6:36,0 min) und Johann Schröder (7:05,7 min). Sogar Petrus spielte prima mit. "Normalerweise gibt es die Erzgebirgsspiele im Mai oder Juni, aufgrund von Corona mussten wird sie verschieben", sagte PSV-Abteilungsleiter Thomas Aurich. Sie bildeten einen ersten Gradmesser für den Nachwuchs.

Die Anspannung war entsprechend groß und das Regelwerk abgewandelt. So ging es am Schießstand nicht um Schnelligkeit, sondern nur um Genauigkeit. "In Ruhe anlegen und schießen ist etwas ganz anderes, als im Crosskomplex zu trainieren", fand Paul Wölkerling, der mit seinen 13 Jahren zu den Talenten des PSV zählt. "Meine Stärke liegt im Laufen", so der Schwarzenberger, der letztlich Silber in der AK 14 holte. Bronze ging an Ole-Jonas Reim von der TSG Sehma. Einen Heimvorteil machte Emely Eibisch aus. "Im Liegendschießen geht es leicht aufwärts. Ein echter Vorteil. Zudem ist es windstill, was es leichter macht", so die 14-Jährige aus Raschau, die in der AK 15 vor Vereinskameradin Celina Geßner Platz 2 belegte. Eiserne Disziplin zahlte sich aus. "Ich habe während Corona selbstständig trainiert, alle Pläne erfüllt", so Eibisch. Aufgeregt war sie nicht nur, weil es für sie und andere rund 70 Starter erste Wettkampf nach langer Pause gewesen ist. "Lampenfieber gehört bei mir immer dazu", sagte sie.

Für die Erzgebirgsspiele legten sich die Schwarzenberger mächtig ins Zeug. Besucher erhielten kostenlos einen Mund-Nasen-Schutz und trugen sich wie selbstverständlich namentlich als Gäste ein. "Dieser Wettbewerb dient allen Talenten als Vorbereitung auf die Herbstleistungskontrolle am kommenden Wochenende in Altenberg", so Aurich. Für die AK 13 bis 15 gehe es zugleich um die Qualifikation für den Schülercup Ende September.

Parallel dazu wurde am vergangenen Sonntag in Johanngeorgenstadt der 8. Johann-Georg-Cross- und Rollskilauf in Form von Erzgebirgsspielen ausgetragen. Der gastgebende WSV begrüßte 31 Starter, vor allem aus den eigenen Reihen. Nur drei Aktive kamen von außerhalb - und zwar vom SV Stützengrün und vom SV Neudorf.

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