Tanne hält Hoffnung am Leben

Thalheim siegt in der Fußball-Landesklasse mit 6:2 bei Blau-Weiß Chemnitz. Ein lange Zeit verletzter Spieler wurde dabei zum Matchwinner.

Thalheim.

René Wendler hatte es nach dem deutlichen 6:2-Auswärtssieg bei der SpVgg Blau-Weiß Chemnitz eilig mit der Auswertung der Partie. Denn Schneeregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgten für unangenehme Umstände auf dem Kunstrasenplatz des Chemnitzer Sportforums. Der Sieg zauberte dem Trainer der Thalheimer aber noch ein Lächeln auf die Lippen.

"Wir wollten die drei Punkte hier mitnehmen", sagte Wendler nach dem Abpfiff. "Die Höhe war dabei irrelevant." Dabei begann die Partie für seine Elf sehr stockend. Beide Teams tasteten sich erst ab, die Gastgeber nutzten eine der wenigen Unachtsamkeiten in der Thalheimer Abwehr in der 9. Minute sogar zur Führung. Ein kleiner Schock für die Gäste, die sich sammeln mussten. Erst nach rund 25 Minuten begann die Druckphase der Erzgebirger, die sich aber auszahlen sollte. Pierre Kretzschmar scheiterte zweimal an Robert Schlesiger im Tor der Chemnitzer, dann war es David Koch, der den Bann brach und nach einem langen Ball zum 1:1 traf. Die Thalheimer machten weiter Druck, erspielten sich nun mehrere Chancen und Ecken hintereinander. Rami Msalam wurde nach einer schönen Kombination perfekt von Manuel Grasse bedient und musste zur Führung nur noch einschieben. Der Stürmer schien danach selbst auf den Geschmack gekommen und legte noch vor der Pause das 3:1 nach.

Auch die zweite Hälfte startete schleppend. In der 54. Minute nutzte Robert Fritzsche jedoch eine scharfe Hereingabe und erhöhte auf 4:1, Grasse traf nur drei Minuten später zum 5:1. Zwar erzielte das abgeschlagene Schlusslicht per Elfmeter noch das 2:5. Erneut Manuel Grasse setzte mit einem wunderschönen Schlenzer von der Strafraumgrenze aber den Schlusspunkt. "Manuel hat nach seiner Verletzung viel investiert und heute eindrucksvoll gezeigt, dass er Gold für uns wert ist", lobte René Wendler seinen Schützling nach der Partie.

Durch den Sieg tauschen die Thalheimer mit dem VfB Annaberg die Plätze. "Wir haben es wieder in der eigenen Hand", sagte Wendler. Und das Restprogramm ist für die Tannen machbar, denn von den ausstehenden acht Spielen sind sechs Partien zuhause. Und bis auf die Duelle gegen Fortuna Chemnitz und Handwerk Rabenstein treffen die Thalheimer nur noch auf Gegner aus der unteren Tabellenhälfte.

 

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