Tannen basteln weiter am Wunder

Die Thalheimer Landesklasse-Fußballer haben gegen Meerane den dritten Dreier in Serie eingefahren. Der Klassenerhalt rückt damit wieder in greifbare Nähe.

Thalheim.

Sollte es die Fußballer des SV Tanne Thalheim am Ende der Saison tatsächlich erwischen, steht eines jetzt schon fest: Die Rückrunde wäre für den Abstieg aus der Landesklasse auf keinen Fall verantwortlich. 18 Punkte haben die Kicker aus dem Zwönitztal nach der Winterpause geholt - das sind jetzt schon fast doppelt soviele wie in der ersten Hälfte der Saison. "Die Moral stimmt bei uns absolut. Wir glauben an uns", sagt Trainer René Wendler.

In der Tat: Gegenwärtig tun die Tannen wirklich alles dafür, auch in der kommenden Saison in der zweithöchsten sächsischen Spielklasse antreten zu dürfen. Das 3:1 am Samstag zuhause gegen Meerane war der dritte Erfolg in Serie für die Erzgebirger. Laut dem Thalheimer Coach war er verdient. "Meerane ist fußballerisch nicht schlecht. Aber wir wollten den Sieg mehr", sagte der 47-Jährige.

Die Gäste, die in den letzten sechs Spielen nur einen Sieg - gegen Schlusslicht Blau-Weiß Chemnitz - feiern konnten, starteten gefällig in die Partie, vermochten es aber nicht, große Torchancen herauszuspielen. Da sich Thalheim ebenfalls schwer tat, plätscherte das Spiel in der ersten halben Stunde etwas dahin. Den lauen Frühlingskick beendete David Koch. Gekonnt nahm der 37 Jahre alte Routinier eine Hereingabe von Manuel Grasse aus der Luft und drosch den Ball an die Unterkante der Latte und ins Gehäuse. Viermal hat Koch in den vergangenen drei Spielen nun getroffen, am Aufschwung seines Teams hat er damit erheblichen Anteil. Sein Trainer jedoch hält den Ball flach. "Kurz davor hat er eine Riesen-Kopfballchance vergeben. Als gelernter Stürmer weiß er, dass der Ball da rein muss", so Wendler.

Nach ziemlich genau einer Stunde Spielzeit kamen die Gäste dann per Elfmeter zum Ausgleich. Torwart Oliver Post hatte einen Mee- raner Spieler zu Fall gebracht, nachdem er gegen denselben zuvor noch klasse pariert hatte. "Kein Vorwurf an ihn", so Wendler, der sich freute, dass seine Truppe im Anschluss vehement die Führung zurückforderte. Nach 70 Minuten hatte das Anrennen Erfolg. Eine Ecke, die im Strafraum an Freund und Feind vorbei segelte, landete bei Merlin Kirsten, der schnell reagierte und den Ball erneut nach innen brachte. Dort stand Tim Schaarschmidt goldrichtig und drückte das Leder über die Linie. Kein schönes Tor, aber ein wichtiges, dem die Thalheimer eine Viertelstunde später ein weiteres folgen ließen. Wieder war Kirsten der Vorarbeiter. Seinen auf Manuel Grasse durchgesteckten Pass verwandelte der Toptorjäger der Tannen zu seinem 13. Treffer in dieser Spielzeit. Danach stellten die Gastgeber ihren Gegner gut zu und gerieten nicht mehr ernsthaft in Gefahr. "Ich hatte zu meiner Mannschaft in der Halbzeit gesagt, dass ich auch nach Spielschluss noch sagen können will, dass ein Wunder weiter möglich ist", sagte Wendler. Das sei gelungen.

Um am Ende tatsächlich über dem Strich zu stehen, helfen den Thalheimern aber auch nach wie vor nur Siege. Bevor an den letzten beiden Spieltagen mit Ifa Chemnitz und Gelenau zwei nominell schlagbare Gegner warten, kommt es am kommenden Samstag knüppeldick. Dann reist Spitzenreiter Handwerk Rabenstein ins Zwönitztal, wo die Chemnitzer möglicherweise ihren Meistertitel perfekt machen können. "Das", so Wendler, "wollen wir auf jeden Fall verhindern."

Statistik Thalheim: Post; Hesse, Kirsten, Msalam (83. Groschopp), Koch (85. Haase), Nitzsche, Teichert, Barthold, Schaarschmidt 87. Schubert), Arnold, Grasse; Tore: 1:0 Koch (33.), 1:1 Ullmann (60./FE), 2:1 Schaarschmidt (70.), 3:1 Grasse (84.); SR: Krüger (Leipzig); Z: 159

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