Tannen ohne den Hauch einer Chance

Bei der 2:5-Heimpleite in der Fußball-Landesklasse gegen Fortuna Chemnitz hatten die Thalheimer nichts zu bestellen. Nach einer halben Stunde war die Partie entschieden.

Thalheim.

So manches Mal sind die Spieler des SV Tanne Thalheim in dieser Landesklasse-Saison nicht gerade mit Fortuna im Bunde gewesen: so zum Beispiel bei der knappen 2:3-Niederlage vergangene Woche in Schneeberg oder beim 1:2 in Marienberg. Am Samstag allerdings, ausgerechnet gegen das Team, das die römische Glücksgöttin im Namen trägt, war das Glück kein entscheidender Faktor. Zu dominant traten die Spieler von Fortuna Chemnitz im Thalheimer Waldstadion auf, zu kaltschnäuzig verwandelten sie ihre Torgelegenheiten. "Fortuna war in allen Belangen besser. Die haben vor der Saison angekündigt, aufsteigen zu wollen und man hat deutlich gesehen, warum", sagte Tanne-Coach René Wendler hinterher anerkennend.

Schon nach 13 Minuten rannten die Gastgeber einem 0:2-Rückstand hinterher, der nach einer halben Stunde auf 0:3 anwuchs. Speziell das erste Tor zeigte die Überlegenheit der Gäste auf. Ein Angriff über den rechten Flügel, dann ein scharfer Ball nach innen, bei dem Norman Weckert nur noch den Fuß hinhalten musste. Da waren wir auch gedanklich viel zu langsam", so Wendler, der vor der Pause dann auch noch einen Treffer seines Teams sah. Eine Minute nachdem sein Spieler Daniel Wetzel mit einer Fußverletzung vom Feld musste, setzte sich Pierre Kretzschmar nach einem Diagonalpass schön in Szene und netzte ein.

Doch das war nur Ergebniskosmetik. Im zweiten Durchgang tankte sich zwar auch Manuel Grasse noch einmal durch die Gästeabwehr und bestätigte seine gute Form mit seinem zweiten Treffer - doch die Chemnitzer legten eben noch zweimal nach und siegten letztlich mit einem auch in dieser Höhe verdienten 5:2 - der erste Dreier der Fortunen gegen Thalheim in der Landesklasse überhaupt.

Für den Tabellen-14. geht es nach der herben Niederlage nun erst einmal darum, die Köpfe wieder freizubekommen. Denn in der nächsten Woche wartet ein enorm wichtiges Spiel im vogtländischen Reichenbach (13.) auf die Grün-Schwarzen. Sollte Thalheim nämlich beim ebenfalls schlecht gestarteten Landesliga-Absteiger und Tabellennachbarn verlieren, dann könnte der Abstand auf das rettende Ufer in der Tabelle bereits sieben Punkte betragen. Dass in der Rückrunde neue Spieler im Zwönitztal auflaufen werden, ist indes so oder so nicht unwahrscheinlich. "Verstärkungen in der Winterpause sind ein Thema, und wir werden uns zeitnah dazu zusammensetzen", so Wendler.

Statistik Thalheim: Post, Walther, Msalam (66. Haase), Rechner, Groschopp (53. Koch), Nitzsche, Teichert, Kretzschmar, Schaarschmidt, Grasse, Wetzel (35. Vogel); Tore: 0:1 Weckert (13.), 0:2 Schwarz (16.), 0:3 Fotinho (29.), 1:3 Kretzschmar (36.), 1:4/2:5 Günther (59./63)., 2:4 Grasse (63); SR: Holfeld (Dresden); Z.: 75

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