Thalheim gewinnt torreichen Testkick

Mit 5:3 haben sich die Erzgebirger gestern gegen den FSV Limbach-Oberfrohna durchgesetzt. Der Coach war hinterher trotzdem nicht ganz zufrieden.

Andy Haase (links) - hier im Duell mit Thomas Müller - erzielte beim 5:3 gegen Limbach-Oberfrohna einen Doppelpack.

Von Jürgen Werner

Mit Testspielen in der Sommerpause ist das so eine Sache. Ohne sie geht es nicht, klar - aber der wahre Erkenntnisgewinn hält sich mitunter in Grenzen. "Ich betrachte Vorbereitungsspiele nicht so sehr ergebnisorientiert, schon weil man selten auf die beste Mannschaft zurückgreifen kann", sagt René Wendler, der Trainer des SV Tanne Thalheim.

Vom Ergebnis der Partie, die gestern Nachmittag im Waldstadion ausgetragen wurde, ließ er sich deshalb auch nicht täuschen. Mit 5:3 besiegte der Elfte der vergangenen Landesklasse-Saison den FSV Limbach-Oberfrohna, der seinerseits eine Etage tiefer, in der Kreisoberliga, ebenfalls als Elfter über die Ziellinie kam. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte Wendler.

Dabei war der Trainer mit der ersten Hälfte noch recht zufrieden. Bei subtropischen Temperaturen schossen die Gastgeber vor dem Pausenpfiff eine 2:1-Führung heraus - Andy Haase (4./34.) traf dabei doppelt, den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Felix Schildan (27.). Nach Wiederanpfiff vergrößerte Nachwuchsspieler Mohammad Almohammad (53.) zunächst den Vorsprung der Erzgebirger, die auf mehrere Stammkräfte wie Rico Hesse, Robert Nitzsche und Pierre Kretzschmar urlaubsbedingt verzichten mussten. Erneut Schildan (54.) brachte die Limbacher allerdings postwendend wieder ins Spiel zurück - durch einen Treffer, dem aus Sicht von Wendler allerdings ein "klares Abseits" vorausging. Nico Groschopp stellte weitere vier Minuten später den vorherigen Abstand wieder her, bevor Schiedsrichter André Gerlach (Chemnitz) dann noch zweimal auf den Punkt zeigte. Sowohl Daniel Schmidt (60.) als auch Marek Barthold (73.) für Thalheim verwandelten die Foulelfmeter und sorgten für den Endstand.

"Nach einer Führung kann man eigentlich erwarten, dass der Ball flüssig durch die eigenen Reihen zirkuliert. Aber wir haben stattdessen viele simple Fehler gemacht und teilweise schlechte Lösungen gefunden", kritisierte Wendler. Ganz besonders ärgerte er sich aber über eine Szene nach elf Minuten. Sein Torwart Kevin Mehlhorn wurde von einem Limbacher Spieler über den Haufen gerannt, obwohl er den Ball zuvor sicher gefangen hatte. Mehlhorn konnte nicht weiterspielen und wurde per Ambulanz ins Krankenhaus gebracht. Die Diagnose: Nasenbeinbruch. Weil Ersatzkeeper und Neuzugang Oliver Post berufsbedingt nicht zur Verfügung stand, musste mit Danny Pfüller ein Feldspieler für das Gros der Partie ins Tor. "Kevin wird uns jetzt drei bis vier Wochen fehlen, das ist schon ein Rückschlag", so Wendler.

Im nächsten Test treffen die Thalheimer am kommenden Samstag, 15 Uhr, auf die SG 48 Schönfels. Punktspielstart ist am 25. August. Dann müssen die Drei-Tannen-Städter vor heimischer Kulisse gegen Aufsteiger Annaberg ran.

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