Thalheimer erhalten Lehrstunde

Die Regionalliga-Ringer des RVT hatten gegen Spitzenreiter Markneukirchen nicht den Hauch einer Chance. Allerdings waren die Gastgeber auch von Ausfällen gebeutelt.

Thalheim.

Am AV Germania Markneukirchen gibt es derzeit kein Vorbeikommen - das mussten die Regionalliga-Ringer des RV Thalheim am Samstag leidvoll erfahren. Die Gäste waren im Thalheimer Sportlerheim in absoluter Bestbesetzung angetreten und siegten souverän mit 20:3. Nur zwei der zehn Duelle gingen zugunsten des RV Thalheim aus, dessen Verletztenliste sich im Vorfeld noch verlängert hatte - neben Tobias Löffler fiel auch Lucas Kahnt aus. In der Tabelle ist Thalheim weiter Zweiter, hat aber nur noch einen Punkt Vorsprung auf Frankfurt/Oder.

Für die Spitzenbegegnung zwischen dem Tabellenzweiten und -ersten war auch der russische Spitzenathlet Valerij Borgoiakov (57 kg) bei den Vogtländern wieder an Bord, nachdem er zuletzt zweimal nicht im Aufgebot gestanden hatte. Mit ihm holte der AVG gleich zu Beginn vier schnelle Punkte, denn der Weltcup-Zweite von 2011 gewann nach nur 40 Sekunden mit 16:0 gegen Fabien Martin. Die Hoffnungen der Thalheimer lagen dann bei ihrem Routinier Radek Dublinowski (130 kg). In der Vergangenheit waren die Duelle gegen seinen für die Gäste ringenden Bruder Lukasz stets knapp ausgegangen. Das war auch diesmal der Fall: Der zwei Jahre jüngere Markneukirchner behielt mit 2:1 die Nase vorn.

Vor der Pause blieb es Ondrej Dadák (97 kg) vorbehalten, die bis dahin einzigen RVT-Zähler einzufahren. Er besiegte den Markneukirchner Neuzugang Friedrich Fouda mit 3:0. "Ich hatte die Chancen im Vorfeld 50 zu 50 eingeschätzt. Das war eine ganz konzentrierte Leistung von Ondrej", konstatierte Steffen Richter zu seinem Schützling. Ein Lob des Trainers trotz Niederlage handelte sich zudem Niclas Eichhorn (66 kg) ein. Der 17-Jährige konnte gegen den deutschen Nationalkader Marco Stoll ausgezeichnet mithalten, agierte taktisch clever und unterlag, allein wegen der besseren Physis von Stoll, mit 0:2 Mannschaftspunkten.

Mit einem 2:11-Rückstand gingen die Hausherren in die zweite Hälfte. Benjamin Opitz ließ im Limit bis 86 Kilogramm etwas Hoffnung aufkeimen, als er Sekunden vor Schluss einen Rückstand gegen Julian Gebhard unter dem Jubel der knapp 400 Fans noch in einen 5:4-Erfolg verwandelte. Bei den verbleibenden Begegnungen stachen dann allerdings ausschließlich die Trümpfe der Gäste. "Aufgrund der Verletzung von Lucas Kahnt mussten sowohl Mario Koch als auch Florian Pohl eine Gewichtsklasse aufrücken", beschrieb Trainer Steffen Richter das Dilemma. Trotz dieses Nachteils konnten beide ihre Niederlagen gegen Dustin Müller sowie den Ex-Thalheimer William Stier im Rahmen halten. In den Griechisch-Römisch-Vergleichen des 75- und 80-kg-Limits haderte Richter jeweils mit der Höhe der Niederlagen. "Da konnte man doch die eine oder andere Wertung anders sehen, auch wenn das letztlich nicht entscheidend für den Gesamtausgang war", sagte der Thalheimer Trainer.

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