Thalheimer mischen weiter vorne mit

Beim 15:11-Sieg der Regionalliga-Ringer in Leipzig entschied erst das letzte Duell über den Sieger. Schlusslicht Lugau verlor parallel zuhause.

Thalheim/Lugau.

So richtig zittern musste Steffen Richter nicht. 11:11 stand es im Duell der Regionalliga-Ringer des KFC Leipzig und des RV Thalheim, als Lucas Kahnt auf die Matte schritt. Einen einzigen Mannschaftspunkt hätte der 19-Jährige für seine Erzgebirger in der Gewichtsklasse bis 75 Kilo im freien Stil noch holen müssen. Ein Kinderspiel: Kahnt errang gleich vier in einem Kampf, in dem sein Gegner Abdullah Semizoglu nicht den Hauch einer Chance hatte. Beim Sieg nach Technischer Überlegenheit, erzielte er sogar eine Fünferwertung. "Lucas war hier favorisiert. Alles andere als ein Sieg wäre schon eine kleine Enttäuschung gewesen", so Richter.

Dass die Gastgeber, zuvor Tabellensechster, punktemäßig überhaupt so lange mithalten konnten, lag an den unteren beiden Limits. Dort kassierten Fabien Martin und Tamas Török zwei hohe Niederlagen - der eine erwartungsgemäß, der andere unglücklich. "Tamas hat gegen Moritz Langer in dessen Stilart richtig gut gegengehalten, sich dann aber in einem Augenblick der Unaufmerksamkeit auf die Schultern legen lassen", sagte der Coach.

Ansonsten hatte der 55-Jährige wenig Grund, sich zu ärgern. Seine Trümpfe stachen weitestgehend. Chris Schneider, seit Wochen in herausragender Form, schrammte haarscharf an der Technischen Überlegenheit vorbei, auch Superschwergewichtler Radek Dublinowski präsentierte sich gegen den unorthodoxen René Kirsten - aktueller Veteranen-Weltmeister im Judo - in bärenstarker Verfassung. Selbst mit der knappen 0:1-Niederlage von Benjamin Opitz gegen Lukas Schöffler konnte Richter gut leben. "Benni hat seine aufsteigende Form in diesem Duell unterstrichen." Mit dem Sieg halten die Thalheimer Schritt mit dem Tabellenzweiten Pausa/Plauen, der parallel in Berlin siegte. Vorteil Thalheim: Kommende Woche empfangen die Vogtländer den ungeschlagenen Spitzenreiter Markneukirchen, während auf die Erzgebirger mit Potsdam ein vermeintliches Liga-Leichtgewicht wartet. Am letzten Kampftag treffen Thalheim und Pausa dann im direkten Duell aufeinander.

Für die Ringer des RV Eichenkranz Lugau war auch der drittletzte Kampftag der Saison ein erfolgloser. Mit 12:18 mussten sie sich auswärts der favorisierten Kampfgemeinschaft Frankfurt/Eisenhüttenstadt geschlagen geben - und das, obwohl sie in Überzahl antraten. Das 57-Kilo-Limit hatten die Brandenburger unbesetzt gelassen - der Lugauer Robert Dobrodziej holte sich dort vier Zähler kampflos ab. Von ihm abgesehen kamen die Gäste noch zu zwei weiteren 4:0-Siegen - von Athleten, bei denen dies kaum als Überraschung gelten kann. Nur anderthalb Minuten benötigte der Pole Krzysztof Sadowik, um seinen Gegner per Technischer Überlegenheit zu schlagen, bei Anton Vieweg dauerte dies eine halbe Minute länger. Von den übrigen Lugauern verkauften sich Marco Scherf und Toni Peprny mit jeweils knappen Punktniederlagen noch am besten. Kommende Woche empfängt Lugau den Tabellenvorletzten Potsdam zum Kellergipfel.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...