Thalheimer weiter Maß aller Dinge

Beim dritten und vierten Lauf der Ostdeutschen Meisterschaft haben die Fahrradtrialer des MSC in Schönborn elf Podestplätze errungen. Dabei gab es überraschenden Besuch.

Thalheim.

13 Fahrradtrialer in sechs Klassen, elf Podestplätze am ersten und neun am zweiten Wettkampftag: So liest sich die Bilanz der Radsportler des MSC Thalheim bei der Doppelrunde der Ostdeutschen Meisterschaft (ODM) in Schönborn. Auf dem Programm standen der vierte und der fünfte Wettkampf der aus insgesamt neun Runden bestehenden ODM-Serie. Dabei wurde der Gastgeber aus Brandenburg seinem Ruf als Ausrichter einer sehr anspruchsvollen und gut organisierten Veranstaltung erneut gerecht.

"Wir können mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein. Alle unsere Fahrer sind gut und verletzungsfrei über die schweren Sektionen gekommen", schätzte MSC-Trainer Mirko Roder das Geschehen ein. Die Erzgebirger waren in dem Bewusstsein in die Niederlausitz gefahren, dass sie ein Kurs auf höchstem -Niveau erwarten wird. "Das hat sich so bestätigt. Es war schwer, aber trotzdem alles fahrbar", so Roder. Allerdings habe sich die Spreu weiter vom Weizen getrennt, was sich an der Anzahl von Strafpunkten deutlich ablesen lasse. Die Balance zwischen Schwierigkeit und Fahrbarkeit zu finden, sei nicht immer einfach und natürlich auch von den äußeren Bedingungen abhängig. Bei Regen könne es auf den Hindernissen schon mal sehr glatt und damit auch etwas gefährlicher werden, betonte der Trainer. In Schönborn konnten die Athleten auch einmal über den Tellerrand hinausblicken. Da parallel zum ersten Lauf im rund 90 Kilometer entfernten Potsdam ein Rennen zur Deutschen Meisterschaft in der größeren 26-Zoll-Klasse ausgetragen wurde, waren an diesem Tag zwar weniger Starter als sonst in Schönborn dabei. Dafür nutzten einige der Potsdamer Starter, darunter zwei aus dem süddeutschen Raum die Gelegenheit, am zweiten Lauf in Schönborn teilzunehmen. "Da gab es einen regen Gedankenaustausch", so Roder.

Rein sportlich haben die Erzgebirger in Schönborn vollauf überzeugt. Besonders erfreut war der Trainerstab über die beiden Podestränge (2./3.) von Neuling Kurt Kreher, für den es erst der zweite und dritte Wettkampf in der Schülerklasse U 9 überhaupt war. Von vornherein stand dagegen fest, dass Timo Radke und Erik Kellig auf dem Podest stehen würden, da sie in der Altersklasse U 13 die einzigen Teilnehmer waren. "Sie haben sich deshalb aber nicht gehen lassen und alles gegeben", so Roder, dessen Sohn Ben sich in der Spitze der Expertenklasse etabliert hat. Nach dem Sieg beim Heimauftritt in Thalheim ließ der zehnjährige Brünloser nun zwei zweite Ränge folgen.

Einen Doppelsieg feierte zudem Cora Lehmann in der Altersklasse U 11. Eigentlich gehört die Zwölfjährige, die vom Gastgeber zum MSC Thalheim gewechselt war, zur U 13. Da es aber in der ODM keine Mädchenklasse gibt, darf die amtierende Deutsche Meisterin in der U 11 starten, in der sie ihre männlichen Kontrahenten klar in Schach hielt. Bis es in der Ostdeutschen Meisterschaft weiter geht, dauert es nun noch ein bisschen. Nach der Sommerpause steht der nächste Lauf am 8. September im vogtländischen Oelsnitz auf dem Programm.

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