Torhüter ebnet Weg zum Erfolg

Erst in der Schlussphase einer torreichen Partie hat der EHV Aue II in der Handball-Oberliga den Sack zugebunden und Görlitz bezwungen. Die Sachsenliga-Männer aus Zwönitz fühlen sich indes verschaukelt.

Aue/Schneeberg/Zwönitz.

In einer von beiden Angriffsreihen geprägten Partie mit insgesamt 65 Treffern haben sich die Handballer des EHV Aue II gegen die HG Köthen erst in der Schlussphase entscheidend absetzen können und mit 34:31 (18:18) gewonnen. Dank des Heimsiegs belegen sie nun Platz 8 in der mitteldeutschen Oberliga.

Die physisch starken Gäste waren auf die offensive Abwehr der Hausherren gut vorbereitet. Letztere trumpften mit schnellem Umkehrspiel und individueller Klasse auf. So stand es nach einer Viertelstunde 10:10. Das Hin und Her nahm seinen Lauf. Köthen ging zumeist in Führung, ehe Aue auch durch den treffsicheren Siebenmeterschütze Marcel Schäfer immer wieder ausglich. 18:18 hieß es zur Pause. Nach Wiederbeginn hielten beide Teams das Angriffstempo hoch. Die HG legte vor - 20:18. In der Folge gelang den Gastgebern ein 3:0-Lauf, doch bis zum 30:30 wechselte die Führung stetig. Jonas Leubner und Simeon Fischer sorgten für das 32:30. In dieser Phase ebnete Aues Keeper Philipp Bamler mit drei gehaltenen Bällen den Weg zu Saisonsieg Nummer 7.

Nach zuletzt zwei Siegen reisten die Sachsenliga-Frauen des SV Schneeberg zum Tabellenführer und kehrten ohne Zählbares heim. Der Zweitliga-Reserve des HC Leipzig unterlagen die Gäste 31:39 (13:20). "Es war der erwartet harte Brocken. Zusätzlich sagten fünf Spielerinnen arbeits- und krankheitsbedingt ab", so SVS-Coach Sascha Thieme. In den ersten Minuten war seine Defensive überfordert. Auf 9:3 (12.) zogen die Messestädterinnen davon, ehe auch Schneeberg besser ins Spiel fand. "So hielten wir den Abstand mit Einsatz und Engagement zumindest stabil", sagte Thieme. Trotz des Sieben-Tore-Rückstands zur Pause ergab sich sein Team nicht kampflos. "Wir versuchten weiter alles, erkämpften in der Defensive Bälle und vorn gute Chancen." Jedoch hatten die Gastgeberinnen in dieser Phase schon einen Gang zurückgeschaltet, wie Thieme gestand. Über 24:17 (38.), 29:21 (44.) und 35:27 (53.) ließ der HCL bis zum 39:31 nichts anbrennen. Für den SVS folgt nun eine dreiwöchige Pause, um Kräfte für den Saisonendspurt zu sammeln.

Nach ihrem jüngsten Heimspiel der Sachsenliga fühlen sich die Männer des Zwönitzer HSV verschaukelt. So verloren die Gastgeber gegen den Tabellenzweiten aus Görlitz mit 28:32 (16:18) - obwohl die Hausherren noch in der 51. Minute 26:25 führten. "Mit einem Festival von drei umstrittenen Zeitstrafen gegen uns - das innerhalb von 45 Sekunden - entschieden letztlich die mit der Partie völlig überforderten Schiedsrichter das Duell", ärgerte sich HSV-Vorsitzender Ralf Beckmann. Die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten und zogen in Überzahl vorentscheidend auf 30:27 (58.) davon. Hochklassig und temporeich verlief die Partie bis dahin auf Augenhöhe. "Großes Kompliment an meine Mannschaft, die spielerisch und kämpferisch wohl die beste Saisonleistung gezeigt hat. Ein Punkt wäre verdient und unter normalen Umständen möglich gewesen", so HSV-Trainer Frank Riedel. (kiw/bral)


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