Trainer verspricht kritische Analyse

Das hat wehgetan: Die Zweitliga-Handballer des EHV Aue haben bei der HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag eine Pleite erlebt. Diese muss schnell aufgearbeitet werden.

Lingen.

Wie gehen die Handballer des EHV Aue, die bisher eine richtig gute Zweitliga-Saison gespielt haben, mit der am Sonntag bei der HSG Nordhorn-Lingen erlittenen 19:34-Pleite um? Können sie dieses Debakel schnell aus den Köpfen bekommen? Gestern herrschte beim Trainer noch Katerstimmung. "Es war ein mehr als gebrauchter Tag. Das Gesamtpaket hat nicht gepasst", sagte Stephan Swat, dem der Frust anzuhören war.

"Die achteinhalbstündige Anreise hat ihren Teil beigetragen." Erst 80 Minuten vor Anpfiff sei das Team in Lingen angekommen. "Das Mittagessen hat ein bisschen länger gedauert, dazu zähfließender Verkehr - es kam einiges zusammen", so der Coach. Sehr schwer habe zudem der Ausfall von Benas Petreikis gewogen. Jener hatte sich am Freitag im Training eine Schulterzerrung zugezogen. "Da konnten wir natürlich nichts riskieren", erklärte Swat, dessen Team es nie gelang, das Fehlen von Petreikis zu kompensieren.

So stand es nach elf Minuten bereits 8:2 für die Gastgeber. Die Auer fanden auch danach überhaupt nicht ins Spiel. Mit 16:7 für die HSG - also mit neun Toren Unterschied - ging es schließlich in die Kabine. Da erstaunt Swats Aussage, dass der einzige EHV-Akteur, der am Sonntag Normalform hatte, Keeper Erik Töpfer war. "Hört sich kurios an, ist aber tatsächlich so", berichtete der Trainer. "Erik hat mehr Würfe gehalten als der gegnerische Torhüter. Doch jeder Ball, der von Erik zurückgesprungen ist, landete in den Händen des Gegners."

Am meisten ärgerte Swat die Höhe der Niederlage. Denn dadurch haben seine Schützlinge das gute Torverhältnis verspielt. "So etwas darf eigentlich nicht passieren, doch es kommt halt immer mal vor. Jetzt müssen wir am Sonnabend wieder aufbessern", blickt Swat voraus. Allerdings warnt er sofort: Das Heimspiel gegen die Rhein Vikings sei vielleicht das schwerste in dieser Saison. "Weil jeder sagt, da muss man gewinnen." Angesichts dieser Tatsache ist es positiv, dass es bereits während der Rückfahrt aus dem Emsland die ersten Gespräche gab. "Wir wollen gar nicht sofort zur Tagesordnung übergehen", erklärte Swat. Es gehe um eine kritische Analyse. "Kämpferisch wie spielerisch war das nicht das, was wir können."

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