Trotz wenig Ballbesitz an Überraschung geschnuppert

Fußball, Landesliga: Umformierte Olbernhauer Elf verliert in Mittweida

Mittweida.

Nach vielen Diskussionen abseits des Fußballplatzes ging es für die SV Olbernhau in Mittweida wieder auf dem Rasen zur Sache. "Schadensbegrenzung" lautete das im Vorfeld ausgegebene Motto von Tobias Moritz. Angesichts des Rücktritts von fünf Spielern, die damit die Konsequenzen aus Vorfällen zur Mitgliederversammlung gezogen hatten, war das bescheidene Ziel des Trainers für das Landesliga-Duell beim SV Germania Mittweida kein Wunder. Schließlich musste Moritz noch weitere verletzte und verhinderte Stammkräfte ersetzen, sodass mit Sebastian Weißbach, Franz Hoffmann und Ferenc Ihle drei Spieler der zweiten Mannschaft (1. Kreisklasse) ihr Landesliga-Debüt in der Olbernhauer Startelf gaben.

Aufgrund der schwierigen Ausgangssituation setzte Moritz auf eine reine Defensivtaktik. "Uns ging es nur darum, keine Tore zu kassieren", erklärt der SVO-Coach, der vorn natürlich schon auf den einen oder anderen Konter hoffte. Und solche Tempogegenstöße ergaben sich dann auch - die größte Gelegenheit vergab dabei Tobias Herold mit einem Lupfer. "Wir hatten zwar kaum Ballbesitz, hätten aber in Führung gehen können", sagt Moritz, dessen Taktik zunächst aufzugehen schien. Die Gastgeber fanden kein probates Mittel gegen die kompakte SVO-Defensive und wussten sich nur mit langen Bällen zu helfen. Umso bitterer war aus Sicht der Gäste das Führungstor für Mittweida. "Da wollten wir gerade zu einem Konter ansetzen, sind aber dann selbst ausgekontert worden", so Moritz.

Trotz Rückstand blieben die Olbernhauer zunächst bei ihrer defensiven Ausrichtung - und wieder hätte einer der seltenen Nadelstiche fast gesessen. Hoffmann scheiterte jedoch am gegnerischen Keeper. Quasi im Gegenzug erhöhten die Hausherren auf 2:0, was Moritz zur Umstellung zwang. Mit einem 3-4-3-System wollte er das Unmögliche doch noch möglich machen. Mit drei Angreifern agierten die Gäste nun deutlich mutiger und kamen auch zu Abschlüssen. Als ein Schuss im Mittweidaer Strafraum geblockt wurde, hatte der Referee laut Moritz die Pfeife schon im Mund, entschied aber dann doch nicht auf Handspiel und Elfmeter. Statt des Anschlusstors fiel noch das 3:0. "Trotzdem Kompliment an die Jungs", so Moritz: "Sie haben super gekämpft." (anr)

Albert (Leipzig); Z: 114; T: 1:0/2:0 Rauthe (33./67.), 3:0 Pietsch (90.)

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