TSV: Drinbleiben lautet die Devise

Auch in der neuen Saison geht es für Tischtennis-Oberligist Elektronik Gornsdorf nur um den Klassenerhalt. Dafür, dass das Team nicht wieder bis zur letzten Minute zittern muss, gibt es aber ein gewichtiges Argument.

Gornsdorf.

Wer dabei war, wird sich immer dran erinnern. In einem fulminanten Endspurt hatten sich die Tischtennisspieler des TSV Elektronik Gornsdorf im Mai via Relegation noch den Klassenerhalt in der Oberliga gesichert - obwohl der Zug während der Saison zwischenzeitlich fast schon ohne die Erzgebirger abgefahren war. Das war zwar spannend - aber derart nervenaufreibend brauchen es Spieler wie auch Fans gewiss nicht jedes Jahr.

Dennoch: Auch in der kommenden Saison geht es für den viermaligen DDR-Mannschaftsmeister nur darum, drinzubleiben. Der Spielplan könnte dabei dafür sorgen, dass die Erzgebirger diesmal eine relativ sorgenfreie Saison erleben. Denn die Elektroniker starten diesmal mit fünf Heimspielen in Serie. In den vergangenen Spielzeiten musste der TSV in der Hinrunde deutlich häufiger auswärts ran - was beider der bekannten Schwäche an gegnerischen Platten dafür sorgte, dass der Verein in der Tabelle der Musik hinterherrannte und dann in der Rückrunde zuhause erst recht unter Druck geriet. "Deswegen spielt uns die Ansetzung diesmal in die Karten. Unsere Heimstärke hat uns immer ausgezeichnet", sagt Routinier Dieter Stöckel, der trotz seiner bald 74 Jahre für "besondere Notfälle" bereit steht.

Los geht es indes ziemlich spät - nämlich erst am 28. September mit der Partie gegen Zeulenroda. Danach wartet schon am nächsten Tag Dresden-Mitte, bevor Erfurt (13. 10.), Zella-Mehlis (27. 10.) und Hettstedt (9. 11.) ins Erzgebirge reisen. Da müssen ordentlich Punkte aufs Konto gepackt werden - am Besten gleich zu Beginn gegen den Aufsteiger aus Thüringen. "Wir werden gut vorbereitet sein und wollen den Sieg. Ich bin optimistisch, dass wir diesmal nicht in diesen Abstiegsstrudel geraten", sagt Kapitän Chris Ullmann.

Neben ihm stehen - nach dem Rücktritt des dreifachen DDR-Meisters Mathias Haustein, der sich die weiten Anreisen aus seinem Wohnort Leipzig nicht mehr zumuten will - mit Tomas Kabelka, Michael Jirasek, Martin Merker und Stefan Meiner noch vier weitere Stammspieler des Vorjahres zur Verfügung. Dazu kommt mit Holger Anhut ein Altbekannter, der im Vorjahr als Nummer 1 der zweiten Mannschaft eine tolle Saison gespielt hat. Mit seinen Punktwerten ist er in das Oberliga-Team einzuordnen. Einen echten Neuzugang stellt unterdessen Alister Seltmann dar. Der 16-Jährige ist eigentlich Mitglied beim TSV Falkenau, spielte aber in der vergangenen Saison mit einer Gastspielgenehmigung für den TTV Schwarzenberg in der Sachsenliga. Zudem ist er ein Spitzenspieler der sächsischen Jugendklasse. Den Elektronikern zufolge habe unter anderem auch Regionalligist Sachsenring Hohenstein-Ernstthal Interesse an dem Talent bekundet. Wegen der tollen Atmosphäre bei Heimspielen im Volkshaus habe dieser sich aber entschieden, in Gornsdorf anzuheuern.

Inklusive des TSV sind in der neuen Spielzeit noch sieben Teams aus dem Vorjahr in der Oberliga dabei. Als Favoriten auf Platz 1 gelten Hohenstein-Ernstthal II, Hettstedt und Vorjahres-Aufsteiger Zella-Mehlis. Schott Jena II, Sponeta Erfurt, Dresden-Mitte sowie die drei Aufsteiger Zeulenroda, Burgstädt und Börde Magdeburg komplettieren das Zehnerfeld. In der Addition der Leistungskennziffern der einzelnen Spieler liegen die Gornsdorfer innerhalb dessen zwar nur auf Platz 9. "Aber das", sagt Kapitän Chris Ullmann, "ist reine Theorie." Die es zu widerlegen gilt.

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