Turniersieg krönt späten Aufwärtstrend

Lange ist die Saison 2018/19 für Kegler Volker Trinks mäßig verlaufen. Zum Schluss gab es für den Routinier des KC Drebach aber mehrere Gründe zum Feiern.

Venusberg.

Wenige Tage nach seinem 75. Geburtstag hat sich Volker Trinks selbst ein passendes Geschenk bereitet. "Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet", kommentierte er seinen Sieg beim 12. Venusberger Sprint. Auf der Kegelbahn im Ortsteil Spinnerei, wo Trinks zuhause ist, krönte der Routinier des KC Gut Holz Drebach einen beeindruckenden Aufwärtstrend. Unter 16 Keglern aus acht Vereinen des mittleren Erzgebirges durfte am Ende ausgerechnet der älteste jubeln.

Zu Saisonbeginn waren Volker Trinks solche positiven Emotionen fremd. "Es lief eher durchwachsen", sagt der Oldie, der mit seiner Mannschaft lange auf den ersten Sieg warten musste. Nach dem Aufstieg in die 2. Verbandsliga blieben die Drebacher Senioren in der Hinrunde ohne Erfolg. Immerhin weckten zwei Remis leise Hoffnungen. Und tatsächlich: Mit vier Siegen an den letzten fünf Spieltagen kletterte der KC Gut Holz tatsächlich noch aus der Abstiegszone. Außerdem konnte der Verein Ende April den Pokal der Städte und Gemeinden gewinnen, um den neun Teams aus dem mittleren Erzgebirge wetteiferten.

Auch für Volker Trinks persönlich wendete sich gegen Saisonende das Blatt. Plötzlich fielen die Kegel wieder, die in den Monaten zuvor noch stehen geblieben waren. Neben dem Sieg bei einem Altherren-Turnier in Annaberg freute er sich auch über den Titelgewinn in der vereinsinternen Meisterschaft. Nun folgte die Krönung im Sprint-Turnier, obwohl es die Konkurrenz in sich hatte. Das erste Duell gegen André Morgenstern (KSV Pockau-Lengefeld) habe er auch "nur mit Ach und Krach gewonnen". Doch dann folgten ausschließlich klare 2:0-Siege - selbst gegen Vertreter der deutlich jüngeren Generation wie Kevin Jansky vom SV Dörnthal, der im Halbfinale unterlag. Das Endspiel entschied Trinks dann gegen Daniel Eggert (SV Fortuna Weißbach) für sich, der zuvor Titelverteidiger Sören Schaarschmidt ausgeschaltet hatte. Der Niederschmiedeberger konnte sich hinterher immerhin mit Platz 3 trösten.

Noch mehr strahlte aber natürlich Volker Trinks, dem die Erfolge der vergangenen Wochen wieder Selbstvertrauen gegeben haben. "Ich hoffe, dass ich den Schwung mit in die neue Saison nehmen kann", sagt der 75-Jährige. Einfach dürfte es aber nicht werden, die Form zu konservieren. So steht der erste Spieltag der 2. Verbandsliga, in der Drebach nicht wieder bis zuletzt zittern will, erst am 21. September bevor.

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