Über die volle Distanz

Die Volleyballer des VC Zschopau II sind nach einem 3:2-Sieg weiter top in der Sachsenliga. In Zittau wurden alle Reserven mobilisiert.

Zschopau.

"Puh, Hauptsache gewonnen", so lautete kurz und knackig das Fazit von Mathias Ellwart, dem Coach des VC Zschopau II. Am Sonntag gewannen seine Herren das Duell mit dem Tabellenachten der Sachsenliga VV Zittau. Für den 3:2-Auswärtssieg mussten die Erzgebirger nicht nur lange im Auto sitzen, sondern auch auf dem Volleyballfeld über die volle Distanz gehen. "Dass wir fünf Sätze gebraucht haben und so nur drei statt den möglichen vier Zählern Vorsprung auf Rang 2 haben, ist schon etwas ärgerlich", sagte der Trainer.

An den ersten beiden Sätzen in Zittau gab es nichts auszusetzen: Mit 25:13 und 25:16 gingen beide an den VC. Ellwart: "Da haben wir dominiert und sie förmlich an die Wand gespielt". Doch im dritten Satz gab es plötzlich ein Bruch im Team des 40-Jährigen. Nach den knapp 2,5 Stunden Fahrt wollte er jedem seiner Sportler die entsprechende Einsatzzeit geben. "Wir sind eigentlich eine homogene Truppe und von Reservespielern kann man bei uns kaum sprechen. Doch nach den ganzen Wechseln ging in der Annahme und vor allem bei den Zuspielen gar nichts mehr." Zittau stellte mit einem 25:13 den Anschluss her.

Der vierte Durchgang entwickelte sich zu einem spannenden Schlagabtausch. Zittau war gegen den Liga-Primus plötzlich heißgelaufen und bekam laut Ellwart Schützenhilfe durch "haarsträubende Schiedsrichterentscheidungen". Mindestens vier Zähler wären so, teilweise auch durch Regelunkenntnis, auf das Konto der Gastgeber gewandert, die beim 31:29 den längeren Atem hatten. "Zahlreiche Blöcke und saubere Annahmen sind uns weggepfiffen worden", sagte der VC-Trainer. "Doch ich bin heilfroh, dass wir im fünften Satz ruhig geblieben sind und den Sieg mit 15:10 klargemacht haben."

Auf dem Aufstiegsplatz liegend, will der VC II dieses Jahr den Sprung nach oben wagen. Dabei komme es natürlich auf die Resultate der ersten Mannschaft der Zschopauer in der dritten Liga an.

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