"Überlebenstraining überlebt"

In Le Brassus haben nicht nur die Skilangläufer Schwerstarbeit abliefern müssen. Wegen spezieller Bedingungen waren auch Techniker und Betreuer besonders gefordert.

Oberwiesenthal.

Mit den zunächst ausgesprochen schwierigen Bedingungen sind die Skilangläufer des Stützpunkts Oberwiesenthal nicht zurechtgekommen, mit den tags darauf veränderten umso besser. "Unterm Strich waren die Auftritte zum Continentalcup und zu den Rennen der Alpenländer okay", sagte Bundestrainer Lars Lehmann. Er meinte damit nicht nur die Ergebnisse der Athleten vom Fichtelberg, sondern auch die anderer Deutscher. "Bei den OPA-Spielen, das sind die der Alpenländer, haben wir knapp hinter Frankreich Platz 2 in der Nationenwertung belegt."

Anteil hatten daran besonders Luca Petzold und Alina Rippin in der Altersklasse 16 sowie Linda Schumacher. Letztere, läuferisches Aushängeschild des SSV Geyer, kam wie nahezu alle anderen am Samstag nicht mit den mulmigen Bedingungen klar. "Der Schnee war unheimlich tief, mehr als Knöchelhöhe", so Lehmann, der deshalb auch den Wachsern ein Lob aussprach. "Vormittags die COC-Rennen, nachmittags die der OPA. Sie hatten ständig zu tun." Am besten kam damit ganz klar Alina Rippin aus Wernigerode zurecht, die als Zweite des Einzels ins Ziel lief. "Sie hat die Fähigkeit, schnell auf sich ändernde Bedingungen reagieren zu können", macht Lehmann deutlich. Ansonsten sprach er von einem "Überlebenstraining, das aber alle überlebt haben". Jessica Löschke (Juniorinnen, 7.), Linda Schumacher (AK 18, 8.), Julia Belger (Damen, 12.), Luca Petzold (WSC, 15.) und Valentin Mättig (Herren, 23.) konnten sich trotzdem nicht ganz so gute Voraussetzungen für die Verfolgungsrennen schaffen, verbesserten sich in diesen aber mächtig.

Allen voran Julia Belger. Die JWM-Bronzegewinnerin mit der Staffel von 2013 legte auf dem nunmehr durchfrorenen Boden unwiderstehlich los, überholte alle und fuhr als Erste über die Ziellinie. "Sie lief die beste Zeit aller Frauen", so Lehmann, der Jessica Löschke, die als schnellste Juniorin noch auf Rang 3 nach vorn preschte, ebenfalls noch ein Sonderlob zukommen ließ. Mit der zwölftbesten Zeit kam auch Mättig noch bis auf Rang 19 vor.

Für die Jüngeren standen Staffelrennen an, in denen das Trio aus Oberwiesenthal mit seinen deutschen Mitstreitern jeweils auf Medaillenrängen einkam. "Luca Petzold vom WSC Oberwiesenthal kam die Ehre zuteil, die U-16-Eins als Schlussläufer zum Sieg zu bringen", betonte der Trainer. In den mit je zwei Mädchen und Jungen bestückten Staffeln, die durchweg im klassischen Stil liefen, kamen Alina Rippin und Linda Schumacher mit ihren Quartetts jeweils auf Platz 3 ein. "Ein Trost für den Aufwand, der uns bis in die Schweiz führte. Erst ein Uhr in der Montagnacht waren wir wieder daheim", so Lehmann.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...