Ungeschlagene Auer empfangen ungeschlagene Coburger

Der 4. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga bietet heute Abend in Lößnitz ein interessantes erzgebirgisch-fränkisches Duell. Aus dem Frühjahr ist außerdem noch eine Rechnung offen.

Lößnitz.

Wer hätte das gedacht: Wenn heute, 18 Uhr in der Lößnitzer Erzgebirgshalle der EHV Aue und der HSC Coburg aufeinandertreffen, dann stehen sich zwei Teams gegenüber, die in dieser Saison in der 2. Handball-Bundesliga noch ungeschlagen sind. Dabei ist es bereits der 4. Spieltag. Besonders das bisherige Abschneiden der Auer überrascht. Einen solch tollen Start hat dem EHV wohl keiner zugetraut.

Die Coburger hingegen wollen oben mitspielen, hegen sogar Aufstiegsambitionen. Das ist kein Geheimnis. Deshalb sind die Gäste aus Franken heute Abend in der Favo- ritenrolle. Der HSC hat seine beiden bisherigen Heimpartien gegen den HC Elbflorenz und die HSG Nordhorn-Lingen für sich entschieden. Beim HC Rhein-Vikings gab es ein 25:25. Doch obwohl der Tabellenzweite anreist, findet EHV-Trainer Stephan Swat: "Wir können mit viel Selbstvertrauen in diese Begegnung gehen." Der 41-Jährige hofft, dass sein Team an die bisher gezeigten Leistungen anknüpft. "Wir haben unser erstes Heimspiel gewonnen und zweimal auswärts gepunktet." Damit sind die Vorzeichen ganz andere als in der vorigen Saison. Der EHV Aue befindet sich zwar wieder in einer Spirale, nur diesmal zeigt sie aufwärts. "Wir sind allerdings noch am Anfang, und ich hoffe, es geht noch ein ganzes Stück weiter nach oben", sagt der Coach. Wichtig dafür wäre ein weiteres positives Erlebnis für seine Schützlinge.

Personell bleiben kleine Sorgen. Hinter den Einsätzen von Jan Faith und Sebastian Naumann stehen Fragezeichen. Faith hatte in Wilhelmshaven einen Schlag auf ein Knie bekommen. "Er konnte die ganze Woche nicht trainieren", berichtet Swat. Naumann absolviert momentan Aufbautraining. "Wir müssen mal sehen, ob es für dieses Wochenende schon reicht." Insgesamt hat der Trainer von seiner Truppe ei- nen sehr guten Eindruck. Verständlicherweise sei die Stimmung nach dem erfolgreichen Saisonstart gut. "Die Jungs ziehen - wie auch schon in den Wochen zuvor - im Training bestens mit."

Mit Blick auf den Kontrahenten aus Coburg sagt Stephan Swat, dass der EHV dem Favoriten natürlich sehr gern ein Bein stellen will. Glaubt man der Statistik, müsste das möglich sein. Denn gegen die Oberfranken sahen die Auer in eigener Halle fast immer gut aus - mit einer Ausnahme: Am 4. Mai dieses Jahres mussten die Erzgebirger eine 19:28-Pleite hinnehmen. Diese bittere Niederlage schreit allerdings regelrecht nach Wiedergutmachung. Ein paar taktische Dinge hat sich Swat bereits überlegt. Weiß er doch, dass die Gäste über eine stabile und kompakte Abwehr sowie einen starken Torhüter verfügen. "Sie überzeugen zudem mit gutem Konterspiel und mit Druck aus dem Rückraum. In den Kreuzbewegungen sind sie mit viel Tempo unterwegs", fasst Swat die Ergebnisse der Analyse zusammen. Verstecken aber müssen und wollen sich seine Schützlinge auf gar keinen Fall. "Wir haben ganz gute spielerische Ansätze, die wir einfach wieder abrufen müssen."

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