Veilchen und ihre Fans nehmen am Wochenende Fahrt auf

Morgen und übermorgen dreht sich in Aue alles um den FC Erzgebirge und das neue Stadion. Erst gibt es einen Tag der offenen Tür, und dann messen sich die Zweitliga-Kicker mit einem Erstligisten.

Aue.

Am Sonntag in einer Woche beginnt für den FC Erzgebirge Aue mit dem Ostderby beim 1. FC Union Berlin die neue Saison in der 2. Fußball-Bundesliga. Doch bereits dieses Wochenende nehmen die Veilchen und ihre Fans Fahrt auf. Nach einem gelungenen Trainingslager in Österreich und einer weiteren anstrengenden Woche mit zwei Tests gegen Regionalligisten folgt mit dem Tag der offenen Tür morgen und dem nahezu ausverkauften Spiel zur offi- ziellen Stadioneröffnung gegen den FC Schalke 04 am Sonntag ab 15 Uhr der Höhepunkt der Vorbereitung.

Morgen bekommen die Anhänger der Veilchen ab 12 Uhr eine Menge geboten. Allerdings spielt sich beim Tag der offenen Tür im Stadion fast alles außerhalb der Arena ab. "Wir haben ja unmittelbar danach im Stadion die Partie gegen Schalke, deshalb nutzen wir am Sonnabend vor allem das Gelände am Fanshop sowie den Trainingsplatz der Profis", erklärt FCE-Marketingchef Enrico Barth. Ausgenommen davon sind natürlich die Rundgänge, die bis 15 Uhr unter anderem Einblicke in den Spieler- und den Pressebereich des neuen Hauptgebäudes ermög- lichen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Stände, im Verlauf des Nachmittags wird die Mannschaft präsentiert, und es soll das Geheimnis gelüftet werden, wer die Wahl zum Spieler der vergangenen Saison gewonnen hat.

Ein weiterer Höhepunkt: der Auftritt der Traditionsmannschaft - oder besser die Auftritte. Denn laut Enrico Barth ist nämlich sogar ein kleines Turnier geplant. "Wenn alles klappt, kicken ein Sponsorenteam, eine Auswahl aus dem Landratsamt und die Traditionself im Modus jeder gegen jeden." Für die Veilchen-Oldies, die von Jürgen Escher und Holger Erler betreut werden, laufen voraussichtlich Männer wie Jörg Emmerich, Matthias Heidrich, Ronny Jank, Khvicha Shubitidze und John Bemme auf. Am frühen Abend erfolgt die Übergabe des Fan-Hauses. Im "Sockel" der alten Anzeigetafel haben das Fanprojekt und die Erzbrigade jeweils einen Raum als Anlaufstelle für FCE-Anhänger an Heimspieltagen und als Ersatz für die Buden am Haupteingang. Zur Musik von DJ Boni kann noch bis 21 Uhr weitergefeiert werden.

Am Sonntag kehrt dann der frühere Veilchen-Coach Domenico Tedesco mit dem FC Schalke 04 zu einem freundschaftlichen Vergleich ins Erzgebirge zurück. Der neue FCE-Trainer Daniel Meyer kündigte am Mittwoch nach dem 1:1 (1:0) im Test beim VfB Auerbach an, dass gegen den Erstligisten in seinem Team "die Achse sicher schon zu erkennen sein wird".

Wie am Dienstagabend in Beierfeld beim 2:0-Sieg (1:0) über Budissa Bautzen ließ Meyer im Vogtland fast eine komplette Elf 90 Minuten durchspielen. Nur der zuvor lange verletzte Steve Breitkreuz durfte zur Pause vom Feld. Ähnlich wie gegen Bautzen war den Auern gegen den sehr engagiert auftretenden VfB die Müdigkeit deutlich anzumerken. Vielleicht agierten sie ja deshalb hinten gerade bei Standards bisweilen unaufmerksam. So kam Florian Mielke beim späten Ausgleich völlig frei zum Kopfball. Im Vorwärtsgang ärgerte sich der Coach vor allem über schlechte Raumaufteilung und mangelnde Breite in der Spielanlage.

Mehr Druck entstand durch ein Umstellen der Defensive auf eine Viererkette, wobei Christian Tiffert aus dem Abwehrzentrum ins Mittelfeld rückte. Der Routinier ist auf so spontane Wechsel eingerichtet. "Der Trainer hat mit mir darüber gesprochen, was er erwartet. Und ich bin ja eigentlich ein Sechser." Meyer selbst hatte schon bei seinem Amtsantritt erklärt, ihm sei eine Fünferkette eigentlich zu defensiv ausgerichtet. Insofern passt der Systemwechsel in der zweiten Hälfte in Auerbach genau ins Bild. "Und dafür sind solche Spiele ja auch da", sagte Meyer. Das Tor zum 1:0 durch Dominik Wydra (13.) entsprang übrigens einer Eckballvariante, die zwar fast schon missglückt war, aber dann doch noch zum Erfolg führte.

Die Stürmersuche des FCE geht nach der gescheiterten Verpflichtung von Fürths Serdar Dursun, den es offenbar nicht nach Aue zog, weiter. Laut Meyer gestaltet sich das Ganze indes nach wie vor schwierig.

Zum Tag der offenen Tür haben Inhaber einer Eintrittskarte für das Eröffnungsspiel gegen den FC Schalke 04 sowie Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt. Ansonsten kostet der Eintritt zwei Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet.

fc-erzgebirge.de

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