Veilchen veredeln Platzweihe in Albernau

Auf dem neuen Rasen des SV Blau-Weiß absolvieren die Zweitliga-Fußballer des FC Erzgebirge Aue am 19. Juni ihr erstes Testspiel der Vorbereitungsphase. Darauf freuen sich die Gastgeber diebisch.

Albernau.

Es grünt so grün auf der einstigen "Schleifscheibe": Die Fußballer des SV Blau-Weiß Albernau fiebern dem bisherigen Höhepunkt ihrer Vereinsgeschichte entgegen. Nicht nur über das satte Grün auf ihrem ehemaligen Hartplatz freuen sie sich riesig, sondern auch über Ehrengäste in Lila-Weiß. Nächste Woche Mittwoch erwarten die Kicker aus der 2. Kreisklasse West keinen Geringeren als Zweitligist FC Erzgebirge Aue, der anlässlich der Rasenplatzweihe ein Testspiel im Zschorlauer Ortsteil absolviert. "Das ist die Krönung. Und eine große Nummer für uns", sagt Ralf Bauer, Vorsitzender des SV Blau-Weiß.

Aber es komme viel Hilfe aus dem Ort. "Uns unterstützen bei dem Großereignis selbst Leute, die mit Fußball nicht viel am Hut haben. Einfach, weil sie helfen wollen. Dafür sind wir dankbar", so der Fleischermeister. Zwischen 800 und 3000 Zuschauer - alles sei möglich. "Wir kriegen es gestemmt", versichert Bauer. "Zeitlich und organisatorisch liegen wir voll im Soll." Zum Platz werde es am 19. Juni vier Zugänge geben. Zudem sind Zuschauertraversen geplant. Parkmöglichkeiten gibt es entlang der Zufahrt aus Richtung Zschorlau. Die Albernauer Hauptstraße wird vom Ortseingang bis zum ehemaligen Gasthof gesperrt. "Wir sind auf alles vorbereitet. Muss also nur noch ein Sieg her", sagt Bauer und schmunzelt.

Spaß beiseite: Es sei eine Ehre, gegen die Veilchen-Profis aufzulaufen. "Zumal es ihr erstes Testspiel in der Vorbereitung auf die neue Saison ist." Die Platzweihe umrahmen Musik und eine Freundschaftskick zwischen F-Junioren. "Den Anstoß vollziehen Zschorlaus Bürgermeister Wolfgang Leonhardt und ein prominenter Ehrengast", macht Bauer neugierig. Noch vor einem Jahr habe man von so einem Platz geträumt. "Und jetzt dürfen wir ihn mit Aues Fußballern einweihen - klasse."

Der Hartplatz in Albernau gehörte zu den letzten "Schleifscheiben" im Altkreis. "Der Zustand war nicht mehr tragbar." Deshalb verschwand die 5000 Quadratmeter große Fläche unter Rollrasen. Ein ebenfalls diskutierter Kunstrasen wäre mit 600.000 bis 800.000 Euro für den 30-köpfigen Verein nie stemmbar gewesen. Ein Rasenplatz kostete mit 200.000 Euro auch zu viel. Schließlich brachte ein Landschaftsbauer mit dem Rollrasen für 60.000 Euro die Lösung, finanziert von der Gemeinde. Seit Herbst wächst das Grün an. Derweil wichen die Albernauer für Heimspiele nach Zschorlau aus. Ostern war wegen der Hitze kritisch. "Da half uns die Feuerwehr mit Wasser, sonst hätten wir den Rasen wohl nicht über die Festtage gebracht." Zwei Senioren im Bundesfreiwilligendienst - hegen und pflegen das Spielfeld. Das Mähen mit dem Rasentraktor dauert drei bis vier Stunden. Die Schonphase endet nächste Woche. "Mit einem echten Kracher, der hoffentlich viele Fans zu uns nach Albernau lockt", so Bauer.

Karten gibt es ab Donnerstag in der Fleischerei Bauer in Albernau und im Tabakladen im Simmelcenter Aue.

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