Verein bäckt jetzt kleinere Brötchen

Die Handball-Damen des HSV Marienberg haben im Sommer einen Umbruch vollzogen. Der Trainer fordert Geduld von den Fans.

Marienberg.

Die neue Handballsaison 2018/19 startet am Wochenende auch für die Vertretungen des HSV 1956 Marienberg. Neben der ersten Frauenmannschaft stehen für drei weitere HSV-Teams, die zweite Frauen-Mannschaft sowie die weibliche C- und D-Jugend, morgen die ersten Begegnungen in der Sporthalle "Am Goldkindstein" auf dem Programm. Im Hauptspiel des Tages (17.30 Uhr) der Sachsenliga-Vertretung bekommen die Handballfans gleich zum Punktspielstart ein echtes Spitzenspiel zu sehen. Schließlich gastiert mit der HSG Neudorf/ Döbeln der amtierende Sachsenmeister beim Tabellendritten der vergangenen Spielzeit.

Im April bezwangen die HSV-Damen den Meister mit 26:22, wobei Torhüterin Jessica Flemming und Feldspielerin Lucie Hribova maßgeblich am Sieg beteiligt waren. Allerdings haben mit ihnen und Dominika Kodajova drei Leistungsträgerinnen den Verein aus beruflichen und privaten Gründen verlassen. Eine Neuformierung war nötig, wodurch die HSV-Sieben als Außenseiter in die Partie geht. Zumal das Ausscheiden im Sachsenpokalspiel gegen Absteiger Glauchau nicht gerade das Selbstvertrauen gestärkt hat.

"Wir werden trotzdem alles versuchen, um den Meister zu fordern", sagt Trainer Stefan Süßmilch. "Besonders der Ausfall von Lucie ist aber eine sehr große Schwächung unseres Teams. Unsere Fans sollten daher keine zu großen Erwartungen für die Partie gegen Neudorf/Döbeln und die neue Saison haben." Die Zwölfer-Staffel sei durch die drei Oberliga-Absteiger HC Rödertal II, Sachsen Zwickau II und Radeberg sowie die beiden Aufsteiger und ehemaligen Sachsenligisten, SV Schneeberg und Rotation Weißenborn, so spielstark besetzt wie noch nie zuvor, erklärt der Übungsleiter weiter. "Man kann auch nicht erwarten, dass unsere Neulinge und jungen Spielerinnen die Abgänge kompensieren können."

In Marienberg werden daher kleinere Brötchen gebacken. "Unser Ziel ist der Klassenerhalt, am besten ein gesicherter Mittelfeldplatz", so Süßmilch. Er hofft auf den erforderlichen Rückhalt der Fans, falls es auf dem Parkett mal nicht so läuft wie erwartet. "Es wird eine sehr schwere Saison für uns, das muss jedem klar sein." Er geht fest davon aus, dass man bei allen Problemen, unterschiedlichen Meinungen über die gezeigten Leistungen und Enttäuschungen immer sportlich fair miteinander umgeht. Denn ein gemeinsames Ziel haben alle: "Wir wollen doch letzten Endes das Beste für das Team und den Verein erreichen."

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