Vereins-Trio bündelt auf dem Platz seine Kräfte

Fußball: SSV Wildenstein eint Spieler dreier Orte - Felsen als Namensgeber

Grünhainichen.

Auf kommunaler Ebene kooperieren Börnichen, Grünhainichen und Borstendorf schon jahrelang miteinander. Als Verwaltungsverband Wildenstein haben die Orte beziehungsweise Ortsteile schon viele Herausforderungen gemeistert. Nun werden auch auf dem Fußballplatz die Kräfte gebündelt. So gehen die Spieler der SG Rotation Borstendorf, des SV Einheit Börnichen und des Grünhainichener BC Blau-Weiß ab der neuen Saison für den Sport- und Spielverein (SSV) Wildenstein auf Torejagd. Anfang Mai wurde der Verein gegründet, der wie der Verwaltungsverband nach einem Felsen in der Region benannt wurde.

"Alle drei Vereine bestehen weiterhin, da es jeweils noch andere Sektionen gibt. Nur die Fußballer bilden den SSV", sagt Sebastian Folgner. Der Börnichener ist der Vorsitzende des neuen Klubs. Gespräche gebe es schon länger. "Die Idee entstand vor anderthalb Jahren." Ausschlaggebend dafür waren zwei Aspekte. So besteht im Nachwuchsbereich bereits seit sieben Jahren eine enge Kooperation mit mehreren Spielgemeinschaften. Dazu kam die überall dünner werdende Spielerdecke im Männerbereich. "Wie in vielen Vereinen wäre auch bei uns die Spielerzahl in absehbarer Zeit nicht mehr ausreichend gewesen. Also haben wir uns Gedanken gemacht."

Für die Grünhainichener, die in der 1. Kreisklasse Ost vor der Corona-Krise als Elfte die schlechteste Bilanz hatten, wäre es wohl die letzte Saison gewesen. "Aber wir haben ja die Partner vor der Nase sitzen. Es ist ein Arbeiten auf Augenhöhe", sagt der bisherige GBC-Vorsitzende Jan Harbeck, der nun 1. Stellvertreter von Folgner ist. Als weiterer Stellvertreter gehört Ronald Göttlich von der SG Borstendorf dem SSV-Vorstand an. "Mit Ach und Krach hätten wir vielleicht noch zwei Jahre weitermachen können", sagt er. Obwohl es auch andere Meinungen gab, habe sich die klare Mehrheit für die Fusion ausgesprochen. "Zumal die Zusammenarbeit im Nachwuchs ja auch sehr gut klappt", so Göttlich.

Durch den Zusammenschluss wird aus drei Kreisklasse-Kontrahenten nun ein Kreisligist mit einer Reserve in der 1. Kreisklasse. Grund für den Sprung in die Kreisliga ist die starke Leistung der Borstendorfer, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs die hart umkämpfte Ost-Staffel mit einem Punkt Vorsprung anführten. Gemeinsam mit Börnichen (5.) und Grünhainichen soll es nun gelingen, sich eine Etage höher zu etablieren, gibt sich Sebastian Folgner optimistisch. "Ich denke schon, dass wir eine schlagkräftige Truppe beisammen haben."

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