Verfolger liefern Nullnummern

In der Erzgebirgsliga haben die Fußballer des FSV Sosa ihre Führung in der Tabelle ausgebaut. Dies lag aber nicht nur am eigenen Kantersieg.

Aue/Schwarzenberg.

Zwei klare Heimsiege und zwei Nullnummern hatte der 7. Spieltag der Fußball-Erzgebirgsliga zu bieten. Mehr Partien gab es nicht, denn wegen Corona-Verdachtsfällen wurde die Hälfte des Tagesprogramms gestrichen. Während die Pandemie vielerorts Sorge bereitet, herrschte vor allem in Sosa am Sonntagnachmittag zumindest vorübergehend gute Laune. Schließlich festigte der FSV mit einem Kantersieg seine Tabellenführung, während die Verfolger patzten. So trennten sich Drebach/Falkenbach (3.) und Großrückerswalde (4.) 0:0. Auch in Auerhammer fiel kein Tor. FSV Sosa - Oelsnitzer FC 7:2 (4:0). Mit dem 3:0 der gastgebenden Elf aus dem Köhlerdorf ist die Partie quasi schon nach reichlich 25 Minuten entschieden gewesen. Als dann kurz nach Wiederanpfiff sogar das fünfte Tor fiel, ließ es Sosa etwas lockerer angehen. "Meine Spieler haben in der zweiten Halbzeit einen Gang zurückgeschaltet", sagt Trainer Christian Unger, der trotz der beiden Gegentore auch nach 90 Minuten noch immer zufrieden war: "Spielerisch war das absolut top. Die Jungs setzen genau das um, was wir vorher besprechen." Auch dem Torhüter der Gäste, Daniel Dürr, zollte Unger Respekt, denn der verhinderte mit zahlreichen Paraden einen noch deutlich klareren Heimsieg.

SV Auerhammer - SV Tirol Dittmannsdorf 0:0. Obwohl der gastgebende Tabellenzweite klar mehr Ballbesitz aufweisen konnte, haben die Blau-Gelben kaum gefährliche Situationen kreiert. "Wir hatten mehr Spielanteile, Dittmannsdorf aber die besseren Chancen", so SVA-Trainer Mike Martin und fügte hinzu: "Für unsere Ansprüche war das zu wenig." Allerdings räumte er ein, dass die Punkteteilung durchaus gerecht war. Seine Mannschaft habe "einfach kein Mittel gefunden, die tief stehende Abwehr der Gäste zu knacken". Vielmehr strahlten Letztere mit ihren Kontern nach lang geschlagenen Bällen deutlich mehr Torgefahr aus. Nun liegt Auerhammer vier Punkte hinter Sosa.

Neustädtler SV - BSG Motor Zschopau 6:2 (3:2). Laut Mario Hartung lieferten sich beide Teams vor dem Pausenpfiff noch ein Duell auf Augenhöhe. "Ein verteiltes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten", berichtete der Coach der Gäste aus Zschopau, der deshalb optimistisch aus der Kabine kam. Doch drei Gegentore binnen elf Minuten ließen schon bald jegliche Träume platzen. "Für die Zuschauer war es ein schönes Spiel, für uns weniger", so Hartung, dessen Mannschaft trotz seiner Warnung zu offensiv agierte. Allerdings habe sich dabei das Fehlen zweier Stammkräfte in der Defensive bemerkbar gemacht. "Für uns ist das nur schwer zu kompensieren, zumal in dieser Liga individuelle Fehler schnell bestraft werden."

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.