Verfolgerduell endet ohne Sieger

Zum Auftakt der Rückrunde haben die Erzgebirgsliga-Fußballer aus Oelsnitz und Auerhammer einen Blitzstart verpasst. Beim 1:1 wurden die Zuschauer, aber nicht die Tabelle durcheinandergewirbelt.

Oelsnitz.

Mit einem 1:1 haben sich der Oelsnitzer FC und der SV Auerhammer am Sonntag bei ihrem ersten Punktspiel nach der Winterpause in der Fußball-Erzgebirgsliga getrennt. Somit konnte keines der beiden Teams vom "Remis-Stolperer" profitieren, den Spitzenreiter FC Stollberg vergangenes Wochenende in Burkhardtsdorf hingelegt hatte. Es bleibt bei Rang 2 für die Auer. Die gastgebenden Oelsnitzer sind weiterhin Dritter. "Ich denke es war ein Spiel auf Augenhöhe. Ein Punkt zuhause gegen den Tabellenzweiten ist ok", sagte der Oelsnitzer Kapitän Felix Gathen nach dem Abpfiff.

Unentschieden wie das Ergebnis im Verfolgerduell zeigte sich auch Petrus über dem Kunstrasen der Sportarena Hoffeld. Regen und Sonne wechselten sich ab. Zum Anpfiff jedenfalls schüttete es, und die Heimfans quetschten sich unter das kleine Vordach des Vereinsheims. "Das ist mein Wetter!", kommentierte ein Spieler des SV Auerhammer die Verhältnisse.

Der SV entwickelte in den ersten zehn Minuten mehr Druck auf das Oelsnitzer Tor. Doch so unvermittelt wie der Regen aussetzte, kamen die Gastgeber zum 1:0. Marcel Sonntag zog am rechten Strafraumeck ab und der Ball senkte sich ins Tor von Sven Gundermann. Die schöneren Kombinationen zeigte aber Auerhammer, auch wenn auf der Anzeigetafel unter "Gast" zur Halbzeit weiter eine rote Null zu sehen war. FC-Coach André Förster ermahnte seine Elf, dem Gegner nicht durch eigene Fehler zum Ausgleich zu verhelfen.

Das gelang kurzzeitig: In der 56. Minute knallte ein Freistoß seiner Mannschaft nur auf die Latte. Der SV suchte aber weiter die Löcher in der Abwehr der Hausherren. Und er fand sie genauso wie die Märzsonne, die plötzlich wieder durch die Wolkendecke brach. In der 71. Minute kam Nils Günther nach einer Unsicherheit in der FC-Abwehr und der Vorlage seines Sturmkollegen Jan Schmutzler erfolgreich aus zwölf Metern Entfernung zum Ausgleich. "Wenn wir etwas effektiver gespielt hätten, wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen", sagte Günther später. Er freute sich aber, dass er zumindest mit seinem Tor einen Punkt sicherte: "Es ist schön, wenn man nach der Winterpause mit einem Treffer direkt in Fahrt kommt. Enorm wichtig für mich als Angriffsspieler."

Dabei hatte André Förster extra den Fokus auf das Eindämmen der SV-Stürmer statt auf das Durchbrechen der gegnerischen Abwehr gelegt. Förster: "Wir haben das heute fast bis zum Ende sehr gut gemacht. Aber Nils Günther hat das dann halt drauf, uns den Schuss eiskalt reinzuschieben."

Zweimal hatten die Auer in den letzten zehn Minuten dann sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß, doch auch dank Keeper Sven Gundermann brannte nichts mehr an. "Zur Halbzeit habe ich den zweiten Sechser aufgelöst und dafür einen weiteren Stürmer vorn reingestellt. Mit dem Wind im Rücken wollte ich alles tun, um endlich zu mehr Aktionen im Strafraum zu kommen", so SV-Coach Mike Martin. Nächste Woche gelte es im Derby gegen Schwarzenberg nachzulegen.

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