VfB-Rumpfelf scheitert in Runde 1

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Kaum hat die Reise begonnen, ist die Pokalsaison für die Annaberger Fußballer schon wieder beendet. Der Trainer blickt dennoch mit Zuversicht auf die kommenden Aufgaben in der Landesklasse.

Annaberg-Buchholz.

Für den VfB Annaberg hat die Pflichtspielsaison 2022/23 mit einer Niederlage begonnen. Die Fußballer aus der Kreisstadt unterlagen in der 1. Runde des Sachsenpokals beim Ligakonkurrenten Merkur Oelsnitz mit 2:4 (1:1).

Beide Teams hatten aufgrund der Urlaubszeit mit Personalproblemen zu kämpfen, bei den Gästen saß mit Toni Meyer sogar nur ein Feldspieler auf der Auswechselbank. "Das hat die Optionen natürlich eingeschränkt", sagte Trainer Tobias Moritz. Und dennoch: Unzufrieden mit dem Auftritt seiner Elf war Moritz nicht, auch wenn noch Luft nach oben war. "Die Jungs haben das nicht schlecht gemacht. Bis zur Oelsnitzer Führung waren wir die gefährlichere Mannschaft." Da die Erzgebirger dieses Übergewicht aber nicht nutzten, waren es die Gastgeber, die durch Carlos Ebenhöch (17.) zum ersten Mal jubeln durften. Die Gäste ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und kamen eine Viertelstunde später durch Valentin Breitfeld (32.) zum Ausgleich. "Bis zur Pause müssen wir eigentlich nachlegen", so Moritz.

Bis zur Annaberger Führung dauerte es jedoch etwas. Kurz nach der Pause war es erneut Breitfeld (46.), der den VfB mit seinem zweiten Treffer vom Sieg träumen ließ. Doch damit schien die Annaberger Treffsicherheit vorbei. "Wir haben einige Möglichkeiten gehabt, den Sack zuzumachen", ärgerte sich der VfB-Coach. "Allerdings spielen wir das nicht ordentlich aus." Die Oelsnitzer schlugen zurück, drehten die Partie mittels Doppelschlag von Max Löscher (65.) und Jan Zimmermann (69.). "Da helfen wir durch kleine Fehler und Unachtsamkeiten mit", so Moritz über die Gegentore.

"Heute hat die Mannschaft gemerkt, dass solche kleinen Fehler schneller bestraft werden." Zwar probierte der VfB nochmal alles, das notwendige Quäntchen Glück fehlte jedoch. So kam der kurz zuvor eingewechselte Toni Meyer im Fünfmeterraum einen Schritt zu spät und rutschte knapp am Ausgleich vorbei. In der Nachspielzeit nutzten die Vogtländer den sich bietenden Platz und machten per Konter durch Manolo Pieschel den Deckel drauf.

Ein Beinbruch sei die Pleite zwar nicht, unglücklich aber dennoch, bilanzierte Moritz: "Wir hatten es in der eigenen Hand." Die Partie habe gezeigt, dass Kleinigkeiten die Entscheidung bringen, sagte der Annaberger Trainer. "Wir müssen lernen, Woche für Woche ein hohes Tempo zu gehen. Auch mit dem Stellungsspiel war ich heute nicht zufrieden." Dennoch blicke er mit Zuversicht auf den kommenden Sonntag. Dann treffen die Kreisstädter am ersten Spieltag der Landesklasse West auf den TSV Ifa Chemnitz.

StatistikVfB Annaberg: Sander; Lang, Thomas, Schulze, Halm, Walther, Reichelt, Schreiter (83. Ton. Meyer), Schmiedl, Breitfeld, Tom. Meyer; Tore: 1:0 Ebenhöch (17.), 1:1/1:2 Breitfeld (32./46.), 2:2 Löscher (65.), 3:2 Zimmermann (69.), 4:2 Pieschel (90.+2); SR: Scheffel (Lichtentanne); Z: 110

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