Viel Lob für die Premiere

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Erstmals war die Piste am Neudorfer Paulusberg am Wochenende Schauplatz eines Grasskirennens. Mit dabei war die Crème de la Crème der Szene.

Sehmatal.

Skirennen sind Wintersport? In erster Linie schon, aber nicht nur. 75 Sportler demonstrierten am Wochenende im Sehmataler Ortsteil Neudorf, dass auch auf Gras spektakuläre Abfahrten möglich sind.

Schauplatz des dreitägigen Fis-Grasskirennens war die 510 Meter lange Piste "Am Paulusberg" des Skivereins Sehmatal, der dem Ehrenfriedersdorfer Skiverein als Co-Ausrichter zur Seite stand. Unter den Teilnehmern aus Italien, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Deutschland war Marcel Knapp. Der 26-Jährige aus der Nähe von Heidelberg gilt als bundesweit bester Grasskiläufer und bereitete sich in Neudorf auf das letzte Weltcuprennen in 14 Tagen in Italien vor - dort fuhr er vor zwei Wochen auch seinen ersten Sieg im Riesenslalom ein. Im Erzgebirge wurde er in dieser Disziplin Zweiter und in der Super-Kombi Dritter. "Zweimal auf dem Podest. Was will man mehr? Für mich lief es wirklich sehr gut", freute sich Knapp. Die Piste sei in einem sehr guten Zustand. Entsprechend viel Spaß mache es, darauf zu fahren.

Auch Hannes Angerer, Führender im Gesamt-Weltcup und elffacher Junioren-Weltmeister, zeigte sich von den Bedingungen angetan. "Man könnte auch einen Weltcup auf der Piste veranstalten", so der Innsbrucker, der die Rennen auf Schnee mittlerweile ganz bleiben lässt. Die Grasskiszene sei familiärer, der Zusammenhalt größer. Einen Weltcup vor der Haustür könnte sich auch Torsten Richter vorstellen. "Ich befürworte die Idee definitiv", so der Veranstalter. Das nächste Jahr kommt dafür allerdings noch nicht infrage, denn die Junioren-Weltmeisterschaft 2022 binde schon zu viele Kapazitäten.

Rückenwind erhielten die Neudorfer unterdessen vom Internationalen Skiverband Fis. Roberto Parisi lobte die "schöne lange und breite Piste mit super Gras". Sicher gebe es im Sehmatal "eine große Zukunft". Nur eine Sache bedauerte er: die Abwesenheit der russischen Sportler, die ebenfalls gemeldet waren. Für sie endete die Reise am Frankfurter Flughafen, weil sie - wie es hieß - mit einem in der Europäischen Union nicht zugelassenen Wirkstoff gegen Covid geimpft waren. "Wir hoffen, dass die Gruppe nächstes Jahr zur JWM starten kann", so Parisi.

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