Vier Männer wollen dem Namen "Jugendkraft" alle Ehre machen

Ringen: Vorstand des Gelenauer Traditionsvereins möchte frischen Elan einbringen - Qualitätsmanager übernimmt die Oberaufsicht im RSK

Gelenau.

Einem argen Verjüngungsprozess hat sich die Vereinsleitung des Ring- und Stemmklubs (RSK) "Jugendkraft 1898" Gelenau unterzogen. Gleich vier Männer zwischen 25 und 35 Jahren haben sich der Aufgabe gestellt, den nunmehr seit nahezu 120 Jahren bestehenden Ringerverein für die Aufgaben der aktuellen Zeit fit zu machen.

Mit Jens Fischer an der Spitze soll dies gelingen. Der 34-Jährige, Vater von zwei Kindern, hatte sich bereits seit zwei Jahren als Mannschaftsleiter des Zweitligisten engagiert, nun ist er zum Vorstand für den Gesamtverein mit aktuell 182 Mitgliedern gewählt worden. Fischer hat Kraftfahrzeugtechnik studiert und arbeitet seit seiner Rückkehr vom Wolfsburger Stammwerk am VW-Standort Chemnitz als Qualitätskontrolleur der Zulieferer. "Als Ringkampf-Quereinsteiger habe ich sicher weniger Erfahrung als meine Vorgänger, aber ich tue mein Bestes", betont der neue RSK-Chef. In Martin Penzis, Thomas Stöckel und Patrick Grinz hat er junge Leute in Verantwortung an seiner Seite, die bisher als Hallensprecher, Ordnungskraft oder als Fan aktiv gewesen sind.

Vor der Wahl ließ der Ex-Vorsitzende Jörg Otto, der den RSK nahezu neun Jahre leitete, die jüngsten Monate Revue passieren. Die durchwachsene Saison in der 2. Bundesliga legte er ergebnistechnisch nicht auf die Goldwaage. "Meist haben wir spannende Kämpfe geboten, auch wenn die anderen Mannschaften am Ende für uns zu stark gewesen sind. In der neu gebildeten Regionalliga wird es ähnlich hart, denn vier Zweitligisten treffen sich wieder", schaute Otto zurück und voraus. Als zufriedenstellend beurteilte er die Erfolge des Nachwuchses. Mit drei mitteldeutschen und acht sächsischen Meistern in der abgelaufenen Saison könne sich der RSK Gelenau sehen lassen, mit Erik Löser und Eric Hofmann schickt er zwei davon zu den nationalen Titelkämpfen.

Hinsichtlich der Finanzen gab es keinerlei Beanstandungen, Otto lobte alle Unterstützer und ernannte mit Hans-Georg Rachner und Gerhard Oertel erstmals zwei Haudegen zu Ehrenmitgliedern. (mas)

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