Vierer behauptet sich in böigem Wind

Mit einer Medaille ist Pepe Albrecht aus dem Norden zurückgekehrt. Im Zeitfahren gewann der Erzgebirger mit dem Sachsen-Quartett Bronze.

Venusberg.

Wie all die Jahre ist auch 2020 Genthin Austragungsort der deutschen Titelkämpfe im Vierermannschaftsfahren auf der Straße gewesen. Bei teils böigem Wind hatten die Auswahlmannschaften aus allen Landesverbänden und aus deutschen Spitzenclubs bei der härtesten Radsportdisziplin Schwerstarbeit zu leisten. Im Jerichower Land schlugen sich dabei einige Erzgebirger sehr beachtlich.

Für das Schülerquartett Sachsens war RSV-Spitzenfahrer Pepe Albrecht nominiert worden. Die Mannschaft hatte auf den ersten 10 Kilometern bis zur Wende den Wind auf ihrer Seite. "Nach der Wende blies der Wind aber kräftig von vorn und es galt, alle Kräfte zu mobilisieren", erklärte RSV-Trainer Klaus Fischer. Der Sachsen-Vierer in der Besetzung Hannes Rohrmann (Heidenau), Marvin Bosniatzki und Attila Höfig (beide AC Leipzig) sowie Pepe Albrecht fuhr mit einer technisch und taktisch guten Leistung die drittbeste Zeit. "Nach 28:02 Minuten reichte es hinter Nordrhein-Westfalen und Brandenburg zur Bronzemedaille", so Fischer. 22 Mannschaften waren an den Start gegangen.

Das Jugendquartett, mit dem die Venusberger Magnus Findeisen und Toni Albrecht gemeinsam mit Vincent Hilbert (Chemnitzer PSV) und Bruno Kessler (AC Leipzig) schwere 40 Kilometer im Kampf gegen die Uhr zu bewältigen hatten, lag bei Halbzeit aufgrund eines sehr hohen Anfangstempos sogar in Front. "Aber die Jungs büßten auf der zweiten Schleife enorm an Boden ein und mussten am Ende mit Rang 7 vorlieb nehmen", berichtet Fischer, der allerdings mehrdeutig anfügte, "dass die spezielle Vorbereitung dieser Mannschaft viele Fragen offen ließ". 1:23 Minuten Rückstand zu den Siegern aus Niedersachsen waren ihm zu viel.

Anders präsentierten sich die Junioren. Das Quartett mit den Venusbergern Moritz Kretschy, Oliver Spitzer und Giovanni Schmieder sowie dem Chemnitzer Niels Frigge bestritt ein Bundesligarennen über 50 Kilometer. In dem nicht als Deutsche Meisterschaft gewerteten Zeitfahren überzeugten die Sachsen hinter Nordrhein-Westfalen und Thüringen als Dritte. (mit kfis)

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