Voller Sehnsucht nach dem "Strand"

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Weil der Saisonabbruch in der Dritten Liga absehbar war, hält sich der Frust bei Zschopaus Volleyballern in Grenzen. Stattdessen wächst die Vorfreude, bald "beachen" zu können.

Zschopau.

Nachdem die Volleyballsaison auf Landesebene sowie in den Regionalligen bereits abgebrochen worden war, steht nun auch das vorzeitige Saisonende auf höherer Ebene fest. Wirklich überraschend kommt dieser Schritt für die Drittliga-Männer des VC Zschopau allerdings nicht, da niemand mehr mit einer Fortsetzung des Spieljahrs gerechnet hatte. "Sportstätten im Innenbereich sind bestimmt die letzten Einrichtungen, die geöffnet werden", sagt der Vereinsvorsitzende Rafael Hausotte, der den Blick daher schon längst auf das Spielen unter freiem Himmel gerichtet hat.

"Sobald es das Wetter und die Corona-Regeln zulassen, werden wir die Anlage in der Sandgrube herrichten", kündigt Hausotte an. Auf den beiden Spielfeldern, für die der VCZ nach der Einweihung im Sommer 2018 einen Nutzungsvertrag mit der Stadt abgeschlossen hatte, soll es möglichst bald rund gehen. "Unser oberstes Ziel ist, die Jugend fit zu bekommen", kündigt Hausotte an. Zwar hat die Pandemie bislang nicht für einen Mitgliederschwund gesorgt, doch der Vereinschef weiß, dass es Ideen und Engagements bedarf, um den Nachwuchs bei der Stange zu halten. Wirklich bange davor, dass sich Talente durch den immer mehr zur Gewohnheit gewordenen Alltag der vergangenen Monate vom Netz abwenden könnten, ist ihm allerdings nicht. "Ein Leben ohne Volleyball ist zwar möglich, aber sinnlos", verweist Hausotte schmunzelnd auf eine altbekannte Weisheit.

Auch die Sponsoren seien dem Verein in dieser schwierigen Zeit treu geblieben, einige halfen sogar mit Spendenaktionen. Das durch Corona entstandene finanzielle Loch halte sich aber ohnehin in Grenzen, da neben den Einnahmen auch viele Ausgaben von der Haushaltsliste verschwanden. "Zum Beispiel Schiedsrichter- und Fahrtkosten", erklärt der Vereinschef, der nach dem Sommer auf eine Saison mit Zuschauern hofft. "Ohne Publikum macht es keinen Sinn", sagt Hausotte. Bis September könnte vor allem das Impfen helfen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Und falls doch Beschränkungen nötig sind, baut der Verein auf das bereits erarbeitete Hygienekonzept, das im vergangenen Herbst nur für zwei Heimspiele angewendet wurde. "Diese enormen Auflagen umzusetzen, war mit das Teuerste", blickt der Zschopauer noch mit etwas Wut im Bauch zurück.

Zunächst soll aber die Beach-Saison helfen, in Schwung zu kommen - nicht nur dem Nachwuchs, sondern auch den Männern und Frauen des VC. Während die Erste wieder für die Dritte Liga Ost gemeldet werde, sollen die zweite Herrenmannschaft sowie die Damen weiterhin in der Regionalliga spielen.

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