Vom Traum zum Erlebnis

Der Stoneman Miriquidi ist bis gestern Mittag fast 15.000-mal bezwungen worden. Dabei sind die 162 Kilometer sicherlich kein Pappenstiel.

Annaberg-Buchholz.

Bereits die nackten Zahlen sprechen für sich: 2 Länder, 9 Gipfel, 4400 Höhenmeter und 162 Kilometer. All dies soll auf einem Mountainbike absolviert werden - an einem, an zwei oder an drei Tagen. Dafür gibt es Gold, Silber und Bronze, je nachdem, wie viel Zeit der Finisher braucht, um die Runde über Fichtelberg, Bärenstein, Pöhlberg, Scheibenberg, Rabenberg, Auersberg, Plattenberg, Plessberg, Keilberg und zurück zu absolvieren. Diese neun Gipfel in Deutschland und in Tschechien sind zu bewältigen - wie zur Einweihung so auch in der jetzt laufenden fünften Saison.

Doch es gibt auch Neues, das es zu ergründen gilt, wenn Infotafeln und Stempelstellen angefahren werden oder wenn es heißt, Starterpakete und Trophäen abzuholen. "Durch zwei geänderte Abschnitte - in Tschechien am Plessberg/Plesivec und am Keilberg/Klinovec -werden rund fünf Kilometer mehr Trail-Spaß entlang der Strecke geboten", sagt Doreen Burgold, Pressesprecherin im Tourismusverband Erzgebirge. Den "Stonemännern" empfiehlt sie eine Online-Anmeldung, damit der jeweilige Logis-Partner am Startort eine Übersicht hat, wie viele Biker am jeweiligen Tagen zu erwarten sind. "Zudem werden nach erfolgreicher Tour die Namen gleich auf die Finisherliste übertragen", so Burgold. Moderne Technik macht auch andere Varianten möglich. So gibt es nun eine Stoneman-App, mit deren Hilfe sich Mountainbiker für den Stoneman Miriquidi registrieren können. "In dem Fall entfällt der Kauf eines Starterpakets. Wer nur den Eintrag in die Finisher-Liste wünscht, kommt bei dieser Variante mit 15 Euro davon", erklärt die Pressesprecherin. Genauere Infos mit Tourenempfehlungen, Preisen und Serviceleistungen sind im Internet abrufbar. Dort gibt es auch Auskünfte zu Pauschalen mit Gepäcktransport zwischen den Unterkünften, Shuttleservice und zur Vermittlung von Hilfspartnern bei Pannen.

"Der Stoneman ist ein Bike-Erlebnis, das mit einem Traum beginnt und in einer tiefgreifenden Erfahrung endet", sagt Roland Stauder. Der Tourbegründer aus Südtirol hatte nach dem Dolomiten-Stoneman das Erzgebirge für die deutsche Variante ausgewählt. Diese ist bis gestern Mittag genau 14.828 erfolgreich absolviert worden - und zwar von 11.243 Sportlern. Viele sind "Mehrfachtäter", aber einige schaffen es auch nicht ins Ziel. Insgesamt gilt der Stoneman als Erfolgsgeschichte. "Allein dieses Jahr sind bereits wieder 2207 Finisher registriert", sagt Ronny Schwarz. Er ist im Tourismusverband zuständig für die Strecken, kontrolliert Beschilderungen, weist auf mögliche Sperrungen und Umleitungen hin.

Er hat auch keine Angst, dass die eben eröffnete Straßenvariante "Miriquidi Road" der im Gelände echte Konkurrenz macht. Die Runde über 290 Kilometer auf dem Asphalt mit 4900 Höhenmetern über 13 Rampen von Altenberg nach Oberwiesenthal und zurück ist nur für Rennradfahrer geeignet. 169 Sportler haben sie in den ersten sechs Wochen bewältigt. www.stoneman-miriquidi.com

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