Vom Traum zur Erfahrung

Der Stoneman Miriquidi ist bis gestern mehr als 15.230-mal bezwungen worden. Dabei sind die 162 Kilometer sicherlich kein Pappenstiel.

Ein Stoneman-Miriquidi-Starter registriert sich an der Stempelstelle auf dem Gipfel des Bärensteins.

Für Sie berichtet: Thomas Schmidt

Bereits die nackten Zahlen sprechen für sich: 2 Länder, 9 Gipfel, 4400 Höhenmeter und 162 Kilometer. All dies soll auf einem Mountainbike absolviert werden - an einem, an zwei oder an drei Tagen. Dafür gibt es Gold, Silber und Bronze, je nachdem, wie viel Zeit jemand braucht, um die Runde über Fichtelberg, Bärenstein, Pöhlberg, Scheibenberg, Rabenberg, Auersberg, Plattenberg, Plessberg, Keilberg und zurück zu schaffen. Diese neun Gipfel in Deutschland und in Tschechien sind zu bewältigen - nun bereits in der fünften Saison.

Es gibt auch Neues, das es zu ergründen gilt, wenn Infotafeln und Stempelstellen angefahren werden oder wenn es heißt, Starterpakete und Trophäen abzuholen. "Durch zwei geänderte Abschnitte - in Tschechien am Plessberg/Plesivec und am Keilberg/Klinovec -werden rund fünf Kilometer mehr Trail-Spaß geboten", sagt Doreen Burgold, Pressesprecherin im Tourismusverband Erzgebirge. Den "Stonemännern" empfiehlt sie eine Online-Anmeldung, damit der Logis-Partner am Startort eine Übersicht hat, wie viele Biker jeweils zu erwarten sind. "Zudem werden nach erfolgreicher Tour die Namen gleich auf die Finisherliste übertragen", so Burgold.

Über eine Stoneman-App können sich Mountainbiker inzwischen ebenfalls für den Stoneman Miriquidi registrieren. "In dem Fall entfällt der Kauf eines Starterpakets. Wer nur den Eintrag in die Finisher-Liste wünscht, kommt bei dieser Variante mit 15 Euro davon." Genauere Informationen mit Tourenempfehlungen, Preisen und Serviceleistungen sind im Internet abrufbar. Ebenso Auskünfte zu Pauschalen mit Gepäcktransport zwischen den Unterkünften, Shuttleservice und zur Pannenhilfe.

"Der Stoneman ist ein Bike-Erlebnis, das mit einem Traum beginnt und in einer tiefgreifenden Erfahrung endet", sagt Roland Stauder. Der Tourbegründer aus Südtirol hatte nach dem Dolomiten-Stoneman das Erzgebirge für die deutsche Variante ausgewählt. Diese ist bis gestern mehr als 15.230-mal erfolgreich absolviert worden - und zwar von 11.243 Sportlern. Viele sind "Mehrfachtäter", aber einige schaffen es auch nicht ins Ziel. Insgesamt gilt der Stoneman als Erfolgsgeschichte. Allein dieses Jahr sind laut Ronny Schwarz bereits wieder mehr als 2400 Finisher registriert. Schwarz ist im Tourismusverband zuständig für die Strecken, kontrolliert Beschilderungen, weist auf mögliche Sperrungen und Umleitungen hin.

Er hat auch keine Angst, dass die vor wenigen Wochen eröffnete Straßenvariante "Miriquidi Road" der im Gelände echte Konkurrenz macht. Die Runde über 290 Kilometer auf dem Asphalt mit 4900 Höhenmetern über 13 Rampen von Altenberg nach Oberwiesenthal und zurück ist nur für Rennradfahrer geeignet. Rund 260 Sportler haben sie in den ersten sechs Wochen bewältigt. www.stoneman-miriquidi.com

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