Vor Handballern liegen knifflige Auswärtsduelle

In der Fremde müssen die hiesigen Teams in Ober- und Sachsenliga am Wochenende aufs Parkett. Ein Spaziergang wird das für keine Mannschaft. Bei den Schneebergerinnen kommen schon erste Personalsorgen dazu.

Aue/Schneeberg/Zwönitz.

Nach dem ersten Punktgewinn am vergangenen Spieltag treten die Handballer des EHV Aue II am Sonnabend ab 19 Uhr in der mitteldeutschen Oberliga beim USV Halle an. Die Gäste und Aufsteiger um Kapitän Marcel Schäfer bekommen es mit dem Tabellenneunten der Vorsaison zu tun.

Die Hallenser erlebten zum Auftakt Licht und Schatten. Sie starteten mit einem 32:25-Heimsieg gegen Plauen, dem eine 22:26-Niederlage in Apolda folgte. "Sie verfügen über zwei gut funktionierende Abwehrsysteme, die es zu knacken gilt. Und zwar mit möglichst vielen Angriffsvarianten", blickt Aues Trainer Michael Hilbig voraus. "Zudem müssen wir uns im eigenen Abwehrverhalten individuell und taktisch weiterentwickeln, um den Gegner noch mehr unter Entscheidungsdruck zu setzen", sagt der Coach des EHV-Juniorteams.

Auf die Sachsenliga-Handballerinnen des SV Schneeberg wartet am Sonntag ab 15 Uhr ebenfalls eine knifflige Aufgabe. Sie treffen nach der 22:27-Heimniederlage gegen Bischofswerda zum Saisonauftakt nun auswärts auf die HSG Neudorf/ Döbeln und müssen einen Rückschlag verkraften. So ist die Verletzung, die sich Torhüterin Linda Putzker zu Beginn der ersten Partie zuzog, schwer: Mit Kreuzbandriss und Meniskuseinriss fällt sie vorerst aus. Mit zwölfköpfigem Kader, darunter zwei Torfrauen, geht es auf die Reise nach Döbeln zum Tabellenvierten der Vorsaison.

"Uns erwartet ein sicher schweres Auswärtsspiel, da die Gastgeberinnen über eine sehr konstant und gut spielende Mannschaft verfügen, mit einem Mix aus Jugend und Routiniers", so SVS-Trainer Sascha Thieme. Zudem, so vermutet er, wolle sich die HSG nach der Auftaktniederlage gegen Weißenborn rehabilitieren. "Schaffen wir es, unsere Abschlussschwächen abzulegen und aus einer sicheren Abwehr heraus zu agieren, ist aber auch für uns etwas drin", sagt Thieme. "Wir gehen also positiv in die Partie, auch wenn es mit Sicherheit ein harter Kampf wird."

Nach Zwenkau verschlägt es die Sachsenliga-Männer des Zwönitzer HSV. Ihre erste Auswärtspartie der Saison beginnt am Sonntag, 17 Uhr bei der SG Germania - und mit schlechten Erinnerungen. Denn gegen die Gastgeber verloren die Erzgebirger erst vor zwei Wochen im Sachsenpokal mit 24:31. HSV-Trainer Bill Hofmann bescheinigte seinem Team dennoch über weite Strecken einen gleichwertigen Auftritt. Nur an Konstanz fehlte es. Zwenkau bietet überwiegend Nachwuchstalente aus dem Leistungszentrum des SC DHfK Leipzig auf und verlor zum Auftakt beim SV Görlitz, der vorige Saison Dritter war. Es dürfte also durchaus spannend werden. Wenn es den Zwönitzern gelingt, die Partie lange auf Augenhöhe zu halten und eine konstant gute Leistung abzurufen, könnte ihnen vielleicht eine Überraschung gelingen.

Die Verbandsliga-Frauen des HSV haben Pause. Grund ist eine Spielverlegung. (kiw/bral)

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