Waage neigt sich gen Wiederaufstieg

Nach der Kür im Spitzenspiel wartet auf die Tischtennisspielerinnen aus Tannenberg die Pflicht. Einfach wird diese nicht.

Tannenberg.

Die Tischtennisspielerinnen der Leutzscher Füchse III wollten nach der Aufschrift auf ihrem Mannschaftsbus auf einen großen "Beutezug" gehen. Doch daraus ist im Erzgebirge nichts geworden, denn der TTSV Handwerk Tannenberg machte den Leipzigerinnen einen gewaltigen Strich durch die Planung und bezwang vor gut anderthalb Wochen die Leutzscher überraschend deutlich mit 8:3 im Spitzenkampf der Landesliga.

Damit bleibt Tannenberg, wenn auch nur knapp mit einem Zähler Vorsprung, Spitzenreiter der Liga. Diese Position will das Team kommenden Samstag ab 10 Uhr beim Tabellenfünften Post SV Plauen verteidigen. Gegen Leutzsch bebte die kleine Halle am Teichweg vor Begeisterung, auch dank der zahlreichen Zuschauer, die ihre Tannenberger Mädels anfeuerten. "Diese Unterstützung hat uns sehr geholfen. Und wir freuen uns. Gegen starke Gegner spielen wir meist gut", freut sich Teamchefin Maria Franz. Während den Füchsinnen, die Tabellenzweite sind, die Enttäuschung aus den Gesichtern abzulesen war, jubelte eine Tannenbergerin riesig über ihre Leistung: Jeanny Weiß. Sie trug maßgeblich zum Mannschaftserfolg bei, konnte bereits das wichtige Anfangsdoppel mit Kristin Mothes gewinnen. In den Einzeln platzte anschließend ebenso der Knoten. Im Spitzenspiel lieferte sich Weiß einen spannenden Schlagabtausch mit der in der Hinrunde an Nummer 1 gesetzten gebürtigen Iranerin Fatemeh Shirali und gewann mit ganz feinen Spielzügen in 3:2 Sätzen. "Endlich konnte ich eine starke Leistung zeigen und punkten", freute sich Jeanny Weiß, die damit ihren zweiten Einzelsieg der Rückrunde feierte. Erfolgreichste Tannenberger Punktegewinnerin und eine der Stärksten in der Liga überhaupt ist Maria Franz, die mit 10:0 Spielen in der Rückrunde bisher ungeschlagen blieb. Ihre Schwester Linda erkämpfte eine 5:4-Bilanz, Kristin Mothes steht mit 5:6-Spielen in der Statistik der zweiten Halbserie.

An die gezeigten Leistungen wollen die Tannenbergerinnen am Samstag anknüpfen. Die Vorzeichen stehen nicht schlecht, denn die letzten fünf Begegnungen konnte der TTSV bei Post Plauen stets für sich verbuchen. Allerdings müssen die Gäste auf die starke Tschechin Alena Hryzakova Obacht geben. Sie kann eine stolze Bilanz von 7:1 vorweisen. Auf alle Fälle steht für Tannenbergs Damen der Zeiger klar in Richtung Wiederaufstieg. Doch vier Spieltage stehen noch aus. Ein Punkt Differenz beträgt der Abstand zum Zweiten Leutzsch, vier Zähler sind es zum Dritten Aufbau Chemnitz. "Wir müssen jetzt bis zum Ende durchspielen und auch gegen schwächere Gegnerinnen unser Leistungsvermögen konstant abrufen", betont Maria Franz.


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