Weißflogs Heimatort rüstet sich für Alpencup der Ladies

Mit etwa 60 Springerinnen steuert Fortuna Pöhla einem Rekord entgegen. Beteiligt sind auch zwei junge Erzgebirgerinnen und eine Minischanze.

Emily Franke, hier vor ihrer Heimschanze am Fichtelberg, hat zum Auftakt der Alpencup-Springen den 12. Platz belegt. Gestern war sie erneut in Klingenthal aktiv, morgen geht es in Pöhla weiter.

Von Katja Lippmann-Wagner

Der Pöhlaer Organisationsleiter Klaus Hartmann kann es kaum glauben: Beim Damenskispringen innerhalb der Alpencupserie gehen morgen und am Donnerstag knapp 60 Athletinnen über den Bakken der Pöhlbachschanze. Das sind 16 mehr als im vergangenen Jahr und so viele wie zu der Zeit, als in Jens Weißflogs Heimatort noch Continentalcupspringen ausgetragen wurden.

"Das freut uns natürlich sehr", sagt Hartmann und sieht im hohen Zuspruch bestätigt, dass der Alpencup den Nachwuchsbereich aufwertet. Pöhla wird nach Klingenthal, wo gestern und vorgestern gesprungen wurde, der zweite Tournee-Ort sein. Nach den Springen im Erzgebirge zieht der internationale Tross nach Bischofsgrün in Oberfranken weiter. Mit Nachwuchsspringerinnen aus Italien, Österreich, Frankreich, Slowenien, Tschechien und der Schweiz ist der Alpencup in diesem Jahr sehr gut besetzt. "Allein aus Deutschland kommen 18 Springerinnen, damit stellen wir das größte Starterfeld", so der Organisationsleiter. Mittendrin: Pia Lilian Kübler vom SV Zschopau und Emily Franke vom WSC Oberwiesenthal. Die Mädchen schlugen sich zum Auftakt wacker, belegten die Ränge 11 und 12 unter 55 Springerinnen. Mit 72,5 und 74,5 Metern lag die 15-Jährige vom WSC Erzgebirge nur 4 Meter hinter der Tagesbestweite von Siegerin Lisa Hirner aus Österreich. Gestern kam das Mädchen vom Fichtelberg in Klingenthal wieder ordentlich zurecht, landete im Spezialspringen auf Rang 19 und in der Kombination auf Platz 7.

Wer in Pöhla dabei ist, weiß Hartmann nicht ganz genau. Emily Franke und Lia Kübler, die gestern auf Platz 7 sprang, bestimmt. Für die Zuschauer in Pöhla ist das erfahrungsgemäß aber gar nicht entscheidend. Der ganze Ort teilt die Begeisterung für den Skisport und feiert die Athleten aus allen teilnehmenden Nationen.

Weil das Starterfeld in diesem Jahr so groß ist, mussten die Organisatoren sogar reagieren. Sie haben das Springen des Mittwochs auf 17.30 Uhr vorgezogen, beginnen nicht erst wie geplant 18 Uhr. Wie der Veranstalter mitteilte, werden die Kassen ab 14.30 Uhr geöffnet. Eine Stunde später startet das öffentliche Training.

Zum Rahenprogramm gehört dieses Jahr erstmals eine Minischanze. In Kooperation mit Peter Riedel aus Raschau soll so um Nachwuchs geworben werden. Um diesem Ansatz Nachdruck zu verleihen, sind auch der Trainer des SV Pöhla, Max Lang, und Regionaltrainer Steffen Bias an der Schanze präsent.

In Vorbereitung auf den Wettkampf hatten die Gastgeber zu tun, mussten Teile der Bande im Auslauf reparieren und erneuern. "Das war eigentlich die größte Maßnahme", sagt Hartmann. Um das Wässern der Schanze - aufgrund der Hitze und der anhaltenden Trockenheit - zu gewährleisten, hat der Verein eine Trinkwasserleitung legen lassen. "Damit ist auch das geklärt, keiner muss sich Sorgen machen", so der Organisationsleiter vor den Springen am Mittwochabend und Donnerstagvormittag. (mit mas)

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